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Globuli

Was sind eigentlich Globuli?

Das Wort "Globus" kennen wir als Erd-Kugel. Globulus ist die Verkleinerungsform, Globuli wiederum davon der Plural. Das lateinische Wort bedeutet nichts anderes als Kügelchen. Die bekannten kleinen weißen Streukügelchen dienen als Trägersubstanz für homöopathisch hergestellte Präparate. Sie bestehen aus Saccharose, dem Rohrzucker, auch Haushaltszucker genannt. Globuli sind eine der beliebtesten homöopathischen Darreichungsformen. Nicht zuletzt, weil sie wenig Platz beanspruchen, sie somit in kleinen Behältnissen aufbewahrt und überall leicht mitgenommen werden können, etwa in Form einer handlichen Taschenapotheke. Zudem ist für die Einnahme kein Wasser erforderlich. Sie werden direkt auf die Zunge gegeben und zergehen gelassen. Dabei werden die homöopathischen Mittel über die Mundschleimhaut aufgenommen. Globuli sind folglich die perfekte Darreichungsform für unterwegs. Auch die Dosierung über die Anzahl der Kügelchen ist denkbar einfach und bei richtiger Lagerung sind sie lange haltbar.
Doch wie wirken homöopathische Globuli? Um das zu verstehen, sollte man sich zunächst mit einigen Grundlagen der Homöopathie befassen.

Unsere Globuli in der Übersicht

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Die Sichtweise der Homöopathie

Kritiker der Schulmedizin bemängeln, dass diese ausschließlich die Symptome einer Krankheit zu beseitigen versucht, aber nicht die Krankheit selbst. Im Vordergrund stehen die Unterdrückung und Verdrängung von Krankheissymptomen. Die Krankheit selbst wird jedoch nicht wirklich geheilt.
Die Homöopathie ist als Alternativmedizin Teil der ganzheitlichen Medizin: Körper, Geist und Seele eines Menschens werden berücksichtigt. Die Homöopathie geht von einer autonomen, sich selbst steuernden und regenerierenden Lebenskraft aus. Schon ein kleiner Reiz sorgt dafür, dass die natürlichen Selbstheilungskräfte in Gang kommen. Heilung bedeutet, dass die Lebenskraft wieder die Oberhand über die schädlichen Reize von außen gewinnt. Homöopathie ist somit aktive Hilfe zur Selbsthilfe.

Die Grundregeln der Homöopathie

Die Homöopathie basiert auf folgenden vier Grundregeln:

1. "Unitas remedii": In der klassischen Homöopathie nach Hahnemann verabreicht man grundsätzlich Einzelmittel. Bei Gemischen verschiedener Substanzen ist die Gesamtwirkung unmöglich voraussehbar, sodass diese kategorisch abzulehnen sind. Bei der Wahl des Einzelmittels muss der Therapeut demzufolge sehr sorgfältig vorgehen.

2. Die Arzneimittelprüfung: Diese erfolgt ausschließlich an gesunden Menschen. Nach der Einnahme eines Arzneimittels kontrollieren und dokumentieren die Probanden die körperlichen, geistigen und seelischen Veränderungen. Damit stellt man sicher, dass die verzeichneten Wirkungen einzig und allein auf wahrnehmbare Beobachtungen und nicht auf Theorien beruhen. Arzneimittelprüfungen an Tieren sind somit nicht möglich.

3. Ähnlichkeits- oder Similieprinzip: Die Auswahl des passenden Arzneimittels erfolgt nach der Ähnlichkeitsregel und richtet sich individuell nach dem zu behandelnden Patienten. Entsprechend wichtig ist die Erstanamnese durch einen erfahrenen Homöopathen, der akute Beschwerden, Gewohnheiten sowie Geistes- und Gemütszustand eines Patienten erfasst. Aufgrund dieser Informationen wählt er jenes Mittel, das am besten zu den individuellen Gegebenheiten des kranken Menschen passt. Patienten mit derselben Erkrankung, können somit völlig unterschiedliche homöopathische Medikamente erhalten.

4. Potenzierung: Das ausgewählte Arzneimittel ist in potenzierter Form zu verabreichen. Das bedeutet, dass der Wirkstoff durch Verdünnung und Verschüttelung in seiner Wirksamkeit verstärkt wird. Dadurch kann er in geringer Dosierung angewendet werden.

Ausgangssubstanzen für homöopathische Arzneimittel

Das Spektrum der in der Homöopathie verwendeten Ausgangssubstanzen ist sehr groß. Im Homöopathischen Arzneibuch (HAB) sind diese genau aufgeführt.

1. Pflanzen
Verwendet werden ganze Pflanzen und Pilze oder nur Teile davon, wie Rinden, Blätter und Samen. Es können ungiftige Pflanzen, z.B das Gänseblümchen, aber auch Giftpflanzen, wie Fliegenpilz und Eisenhut oder alte Heilpflanzen, wie Ringelblume und Kamille, verwendet werden. Sie werden frisch oder getrocknet verarbeitet.

2. Tiere
Es werden ganze Tiere als Ausgangsstoff (z.B. Honigbienen) oder Tierteile (z.B. Tintenfischtinte und Schlangengift) verwendet.

3. Anorganische Stoffe
Hierzu zählen u.a. Metalle (z.B. Gold, Quecksilber und Zink), Salze (z.B. Nitrate, Sulfate und Chloride), sowie z.B. Schwefel.

4. Organische Stoffe
Dabei handelt es sich um Substanzen der organischen Chemie, z.B. um Essigsäure oder Nitroglycerin.

5. Nosoden und Sarkoden
Nosoden sind homöopathische Zubereitungen aus Krankheitsprodukten von Mensch und Tier, aus Krankheitserregnern oder Stoffwechselprodukten oder Zersetzungsprodukten tierischer Organe. Stammt das Material vom zu behandelnden Patienten selbst, spricht man von Autonosoden. Prinzip ist die Isopathie - gleiches wird mit gleichem geheilt. Die Verwendung von Nosoden ist ein Sonderfall und stellt in gewisser Weise eine Mischung aus Homöopathie und dem Impfprinzip dar.

Das Homöopathische Arzneibuch

Alle Vorschriften zur Herstellung homöopathischer Präparate sind im Homöopathischen Arzneibuch (HAB) niedergelegt. Neben allgemeinen Vorschriften enthält es Analysemethoden und Reagenzien, sowie die allgemeinen Bestimmungen zur Herstellung homöopathischer Arzneimittel. Hier ist die Herstellung von Urtinkturen, Verreibungen, Tabletten und Globuli genau geregelt. Als flüssige Arzneiträger sind Wasser, Ethanol, Ethanol-Wasser-Gemische, sowie Glycerin zugelassen. Für feste Arzneiformen wird Lactose (für Tabletten) oder Saccharose (für Globuli) verwendet. Für halbfeste Darreichungsformen, z.B. Salben, lässt das HAB Wollwachsalkoholsalbe und Hartfett zu.

Die homöopathische Aufarbeitung von Ausgangssubstanzen - Herstellung homöopathischer Darreichungsformen

Das HAB regelt genau, wie die Heilkräfte der Ausgangssubstanzen in arzneilich anwendbare Form gebracht werden.

Als Basis gilt die homöopathische Urtinktur. Laut HAB kann diese wie folgt gewonnen werden: Die fein zerkleinerte Pflanze oder deren Pflanzenteile werden ausgepresst, der gewonnene Presssaft wird anschließend mit gleicher Masse Ethanol gemischt. Nach Zugabe des Alkohols wird die Mischung mindestens fünf Tage verschlossen stehengelassen und anschließend filtriert. Trockene Pflanzenteile werden in einer vorgeschriebenen Menge Ethanol zehn Tage extrahiert und danach filtriert.

Einige homöopathische Ausgangsstoffe liegen bereits in flüssiger Form vor (z.B. Essigsäure) oder sind leicht in einem flüssigen Arzneiträger löslich (viele Salze). Diese löst man in Wasser, Ethanol oder Glycerin und bezeichnet die Zubereitungsform als homöopathische Lösung.

Unlösliche Metalle, z.B. Gold, werden i.d.R. mit dem Träger Lactose nach strenger Vorschrift verdünnt bzw. verrieben. Diese gewonnene Verreibung bezeichnet man als Trituration. Gemäß HAB ist eine Handverreibung oder eine Maschinenverreibung möglich.
Eine Handverreibung läuft wie folgt ab: Ein Drittel der zu verwendenden Lactose wird zunächst in einem Porzellanmörser kurze Zeit alleine verrieben. Dann fügt man den Ausgangsstoff hinzu und verreibt beides sechs Minuten lang. Anschließend wird das Gemisch vier Minuten mit einem Porzellanspatel abgeschabt und nochmals sechs Minuten verrieben und vier Minuten abgeschabt. Diese Prozedur wird in allen Verreibungs- und Abschabungsschritten nach Zugeben des zweiten Drittels Lactose und schließlich mit dem dritten Drittel Lactose wiederholt. Insgesamt nimmt das Verfahren mindestens eine Stunde in Anspruch.

Globuli werden nach Vorschrift 10 des HAB hergestellt. Danach werden 100 Teile Saccharosekügelchen mit 1 Teil flüssiger Zubereitung gleichmäßig befeuchtet und anschließend an der Luft getrocknet. Die Imprägnierung erfolgt in einem geschlossenen Gefäß. Der Alkoholgehalt der flüssigen Zubereitung muss mindestens 60 % (m/m) betragen, da sich die Globuli durch zu viel Wasser auflösen würden. Globuli gibt es in verschiedenen Größen. Laut HAB gibt es Größen 1 bis 10. Je höher die Zahl, desto größer ist der Globulus. Unsere Globuli besitzen die Größe 3 (Normglobuli), das heißt ca. 110 bis 130 davon wiegen ein Gramm.

Die Potenzierung von Globuli

Der aufwändigste Prozess bei der Herstellung homöopathischer Produkte ist die Potenzierung. Dabei wird die Heilkraft einer Urtinktur oder sonstigen Ausgangssubstanz erst entfaltet. Die Freisetzung der dynamischen Kräfte erfolgen durch eine Verdünnung mittels Verschütteln oder Verreiben. Die so gewonnenen Verdünnungsstufen werden als Potenz, der Vorgang der Verdünnung als Potenzieren bezeichnet. Durch das Verschütteln und Verdünnen einer Substanz wird deren Wirksamkeit nicht geringer, sondern verstärkt. Das hat Hahnemann empirisch in Versuchsreihen mit schrittweise verdünnten und verschüttelten Arzneilösungen herausgefunden. In seinen Verdünnungsreihen konnte er keine Grenze finden, ab der ein Mittel nicht mehr wirksam war. So kam er zu der Auffassung, dass die Potenzierung zu einer "Entstofflichung und Vergeistigung der innewohnenden dynamischen Kraft" führt.
Beim Potenzieren soll der Trägerstoff sich die "Signatur" der Grundsubstanz zu eigen machen. So kann das dynamisierte Heilmittel noch seine Wirkung entfalten, wenn es rein rechnerisch von der ursprünglichen Substanz kein einziges Molekül mehr enthält. Eigentlich sogar ganz im Gegenteil: Je mehr Verdünnungsschritte angewandt wurden, desto stärker ist die Wirksamkeit.

Globuli und die verschiedenen Potenzen

Potenzierungen kann man in verschiedenen Stufen vornehmen, die als D-, C-, Q- oder LM-Potenz bezeichnet werden. Das Wichtige bei der Potenzierung ist nicht die Verdünnung, sondern die Zufuhr von Energie durch Verschüttelung. Die Verschüttelung erfolgt von Hand durch zehn Schläge auf einen elastischen Untergrund.
Nach der homöopathischen Lehre wirkt ein Arzneimittel umso stärker, je öfter es potenziert wurde. Entscheidend ist die Anzahl der Verdünnungsschritte.

In Deutschland findet man meistens D (Dezimal)-Potenzen. Hierzu wird ein Tropfen mit neun Tropfen des Lösungsmittels verdünnt und anschließend zehnmal verschüttelt (Verdünnung 1:10). Bei den C (Centesimal)-Potenzen, die im englischen Sprachraum verbreiteter sind, wird in gleicher Weise ein Tropfen mit 99 Tropfen des Lösungsmittels behandelt (Verdünnung 1:100). Die Q (Quinquagintamillesimal)- und LM-Potenzen (Verdünnung 1:50000)sind mit den C- und D-Potenzen nicht vergleichbar. Sie sollten nur gemeinsam mit einem erfahrenen Homöopathen eingesetzt werden, da sie einen tiefgreifenden Reiz setzen. Hahnemann hat sie in hohem Alter konzipiert und wollte damit eine schonende und sanfte Wirkung, vor allem bei chronischen Erkrankungen, erreichen.

Homöopathische Darreichungsformen

Die zahlreichen homöopathischen Darreichungsformen sind im HAB gelistet. Zu den am häufigsten angewendeten Darreichungsformen gehören Globuli, Dilutionen und Tabletten. Desweiteren gibt es Augentropfen, Salben, Zäpfchen und Einreibungen (Externa).


Die richtige Einnahme von Globuli

Die Globuli werden oral eingenommen. Am besten verwendet man hierzu einen Teelöffel aus Plastik oder Porzellan. Kontakt mit Metall sollte unbedingt vermieden werden (Metalle stören die homöopathische Energie) und ebenso sollte man sie nicht mit den Fingern anfassen. Wichtig ist es, die Globuli auf oder unter der Zunge zergehen zu lassen, da so die Inhaltsstoffe über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Mindestens eine Viertelstunde vor und nach der Einnahme sollte nichts gegessen oder getrunken und nicht Zähne geputzt werden.
Kaffee, schwarzer oder grüner Tee sollte aufgrund des Koffein- bzw. Teeingehaltes während einer homöopathischen Anwendung grundsätzlich vermieden werden. Gleiches gilt für alles mit hohem Gehalt an ätherischen Ölen, die sehr häufig in Kräutertees, Zahnpasten, Bonbons oder Badezusätzen enthalten sind. Grund ist hier, dass diese das homöopathische Arzeimittel unwirksam machen können.

Dosierung und Darreichungsformen von Globuli

3 mal täglich, Kinder die Hälfte oder bei mangelnder Wirkung Dosis erhöhen sind Regeln, die in der Homöopathie nicht gelten. Hier entscheidet nicht die Menge, sondern die Art der Information. Schematische Dosierungsangaben widersprechen dem Prinzip der Individualität in der Homöopathie. Die homöopathische Arznei wird am schnellsten und sichersten über die Mundschleimhaut aufgenommen, also: Globuli oder Tabletten zergehen lassen, Lösungen eine Weile im Mund behalten, bevor sie geschluckt werden. Auch über die gesunde Haut kann das Mittel wirken. Die äußerliche Behandlung eines erkrankten Körperteils mit Salben und Einreibungen ist in der Regel nicht nötig. Die homöopathische Behandlung zielt auf den gesamten Organismus und nicht auf einzelne Teile.

Information wird am besten verstanden, wenn kein anderer dazwischenredet. Wenn die Arznei einwirken soll, darf die Mundschleimhaut nicht durch andere Einflüsse irritiert sein. Der Mindestabstand zum Essen und Trinken, zu Kaugummi, Zigaretten, Zähneputzen und dergleichen sollte 10 Minuten betragen. Die Arznei wird in akuten Fällen sofort gegeben, ansonsten zu einem ruhigen Zeitpunkt.

Um ein Fernsehprogramm oder im Aufzug das Stockwerk zu wählen, genügt ein Knopfdruck oder, bei manchen Vorrichtungen, das bloße Berühren. Ein fester Druck bringt kein besseres Programm (es sei denn, der Knopf ist schwer gängig, d.h. die Arznei ist von minderer Qualität). Bei guter Arzneiqualität genügt ein Globulus oder ein Tropfen, um die Information in den Organismus zu bringen. Manche geben zwei Globuli, zur Sicherheit, manche drei oder fünf, manche Hersteller empfehlen zehn. Wenn wenige Globuli nicht wirken, ist meist das Mittel falsch oder die Reaktion gestört. Dann sollte man fachlichen Rat einholen.

Homöopathische Arzneien werden nicht nach der Uhr, sondern nach Bedarf gegeben und ebenso auch wiederholt. Solange eine Wirkung anhält, d.h. die Besserung voranschreitet, wird abgewartet. Erst bei Stillstand der Wirkung oder erneutem Auftreten der alten Beschwerden wird die Einnahme wiederholt. Haben sich die Symptome verändert, muss das Arzneimittel neu bestimmt werden. Bei Wiederholung des Mittels in kurzen Zeitabständen geht man günstiger Weise nach der sogenannten „Wasserglas-Methode“ vor : Dazu gibt man ein bis drei Globuli in etwa 100 ml kohlensäurefreies Wasser und nimmt davon jedes Mal, wenn nötig, einen Teelöffel (kein Metall) oder kleinen Schluck voll ein, nachdem man zuvor umgerührt hat. Etwas anders verhält es sich bei den Q- bzw. LM-Potenzen. Von der flüssigen Version (Tropfen), die vorzugsweise eingesetzt wird, werden je nach Empfindlichkeit des Patienten ein bis 10 Tropfen nach mehrmaligem kräftigem Schütteln des Fläschchens eingenommen. In chronischen Fällen einmal täglich, in akuten Fällen auch mehrmals täglich. Nach dem Aufbrauchen wird ein jeweils höherer Potenzgrad genommen.

Für den Hausgebrauch wird die D oder C 6 bzw. 12 empfohlen. Ihre Wirkdauer kann gut überblickt werden; sie beträgt in akuten Fällen nur einige Stunden. Die Gabe kann bei Bedarf wiederholt werden. Bei mangelnder Wirkung ist ein schneller Wechsel der Arznei problemlos möglich. Hochgiftige Substanzen allerdings, z.B. Schwermetalle, sollten nicht unter der D 8 (besser der D 12 bzw. C 6) verwendet werden. Höhere Potenzen wirken intensiver und länger, werden aber bei falscher Mittelwahl zum Problem: Arzneisymptome können länger als erwünscht anhalten und sowohl das Krankheitsbild als auch die Wirkung der zweiten Arznei überlagern. Globuli aus Eigenherstellung, handpotenziert in kleinen Chargen.

Globuli: Erstverschlimmerung und Nebenwirkungen

Bei bestimmungsgemäßer Anwendung sind Nebenwirkungen bei homöopathischen Arzneimitteln nicht zu erwarten. Da es sich um ein ganzheitliches Heilverfahren handelt, liegt die Kunst in der richtigen Arzneimittelwahl durch den behandelnden Homöopathen.
Mit Erstverschlimmerung bezeichnet man eine vorübergehende Verschlimmerung der vorhandenen Krankheitszeichen nach der ersten Einnahme. In der Homöopathie kann diese Erstverschlimmerung als ein gutes Zeichen angesehen werden, denn es bedeutet, dass der Körper reagiert und dass das richtige Arzneimittel ausgewählt wurde. Bei einer ungewöhnlich starken Erstverschlimmerung sollte jedoch umgehend der erfahrene Therapeut und Homöopath aufgesucht werden.

Chancen und Risiken der Homöopathie

Mit Homöopathie lassen sich fast alle Krankheiten behandeln. Voraussetzung ist, dass der Körper noch auf den Reiz reagieren kann, der durch das homöopathische Präparat gesetzt wird. Ist der Patient durch seine Krankheit bereits so geschwächt, dass die Hilfe zur Selbsthilfe nicht möglich ist, kann die Homöopathie nur eingeschränkt wirken.

Die Frage, ob nun eine homöopathische oder eine schulmedizinische Behandlung besser geeignet ist, muss in jedem Falle individuell geklärt werden. Beide schließen einander nicht aus und in vielen Fällen ist eine homöopathische Ergänzung zu einer schulmedizinischen Therapie sinnvoll. So kann man beispielsweise eine akute bakterielle Infektion am besten mit einem Antibiotikum behandeln. Gleichzeitig lassen sich die Abwehr- und Selbstheilungskräfte des Patienten mit homöopathischen Mitteln unterstützen.

Literatur Homöopathisches Arzneibuch 2015, deutscher Apotheker Verlag. ISBN 978-3-7692-6535-4 (Aktualisierungslieferung 2015)

Thomas Genneper (Hrsg.): Lehrbuch Homöopathie. Grundlagen und Praxis der klassischen Homöopathie. 4. Auflage. Heidelberg: Haug-Verlag 2017. ISBN-10: 3132403563.
Jan Geißler, Thomas Quak (Hrsg.): Leitfaden Homöopathie Sonderausgabe. München/Jena: Urban & Fischer/Elsevier 2013. ISBN-10: 3437563521.
Markus Wiesenauer, Suzann Kirschner-Brouns: Homöopathie - Das große Handbuch. 12. Auflage. München: Gräfe & Unzer Verlag 2007. ISBN-10: 3833800348.
Sven Sommer: Homöopathie: Alltagsbeschwerden selbst behandeln. München: Gräfe & Unzer Verlag 2010. ISBN-10: 3833818395.
William Boericke: Handbuch der homöopathischen Arzneimittellehre. Kandern: Narayana 2013. ISBN-10: 3943309479