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Acidum nitricum (Salpetersäure) Globuli

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Kurzübersicht

Acidum nitricum Globuli aus Eigenherstellung - handpotenziert in kleinen Chargen in den Potenzen C12 und C30.

Acidum nitricum (Salpetersäure) Globuli

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Details

Hintergrundinformationen - Acidum nitricum

Acidum nitricum ist die homöopathische Bezeichnung für die Salpetersäure, welche die Grundlage für das Präparat liefert. Die reine Säure ist ätzend und löst auf der gesunden Haut Blasen, Entzündungen und Geschwüre aus. Für homöopathische Darreichungsformen wird sie allerdings so stark verdünnt, dass Verätzungen nicht mehr möglich sind. Entsprechend dem Simile-Prinzip der Homöopathie wird das Präparat bei einer vergleichbaren Symptomatik eingesetzt und auch bei Menschen, die man bildlich nach ihrem Wesen als mürrisch, reizbar und ätzend bezeichnen würde. Acidum nitricum wird gerne als Konstitutionsmittel eingesetzt und gehört zu den Polychresten, also den Mitteln mit einem sehr breiten Wirkungsspektrum auf Körper, Geist und Psyche. Beeinflusst werden Haut und Schleimhäute, Atemwege, Magen-Darm-Trakt und Gemüt. Vor allem hat es sich bewährt bei Erkrankungen an der Grenze zwischen Haut und Schleimhaut, etwa Geschwüren, Einrissen und Fissuren an den Körperöffnungen, sowie auf der Haut und den Schleimhäuten selbst.

Erscheinungsbild: Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome - Acidum nitricum

Menschen, die von Acidum nitricum profitieren, sind übellaunig, misstrauisch, fühlen sich stets in die Ecke gedrängt und gefährdet und sind von cholerischem Temperament. Sie fluchen und schimpfen gern und viel, sind unzufrieden mit sich selbst und der Welt, hartherzig, nachtragend, reizbar und neigen mitunter zur Gewalttätigkeit. Oftmals grübeln sie über längst Vergangenes nach und machen sich Sorgen, erkälten sich schnell und sind schon nach kleinen Anstrengungen geschwächt. Diese Erschöpfungszustände gehen einher mit Frösteln und Zittern. Eine besonders ausgeprägte Leistungsbereitschaft zeigen sie in kritischen Situationen. Die Schmerzempfindlichkeit ist hoch, die Schmerzen treten schnell und plötzlich auf, aber ebenso schnell verschwinden sie wieder. Der Urin wird als kalt empfunden, der Stuhlgang ist unregelmäßig, und es besteht eine Neigung zur Verstopfung. Alle Ausscheidungen, also Urin, Stuhl und Schweiss, riechen außerordentlich unangenehm.

Die Patienten sind mit dieser Symptomatik leicht überfordert. Schnell stellen sich Mutlosigkeit, Verzweiflung und Frustration ein. Oftmals leiden die Patienten an Schlafmangel und nehmen stark an Gewicht ab. Es fällt ihnen schwer, sich bei ihrer Arbeit über längere Zeit nachhaltig zu engagieren. Beim Essen besteht ein starkes Verlangen nach Fett und Salz.

Anwendungsgebiete von Acidum nitricum in der Übersicht

  • allgemeine Schwäche
  • Wunden, Blutungen
  • Herpesbläschen am Mund
  • eingerissene Mundwinkel
  • Geschwüre und Entzündungen der Haut
  • Furunkel, Akne und Mitesser
  • Warzen, Schorf
  • Fissuren, Hämorrhoiden und Schrunden am After


Modalitäten: Verbesserungen und Verschlimmerungen - Acidum nitricum

Verbesserungen treten auf bei gutem Wetter, durch Druck, in Gefahr und bei passiver Bewegung (Autofahren, Reiten, Bahn). Eine Verschlechterung findet statt bei geringfügigen Ursachen wie Wetterwechsel, in der Kälte, aber auch durch Bettwärme, durch Bewegung, Berührung, Erschütterung, Geräusche und Schlafmangel. Ferner infolge geistiger Anstrengung, nach dem Essen, vor allem nach dem Genuss von Milch, Kaffee, Fett und Alkohol sowie von Nikotin.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen - Acidum nitricum

Wie alle homöopathischen Arzneimittel wirkt Acidum nitricum unterstützend bei den normalen Körperfunktionen und hilft bei der Neutralisierung der Beschwerden.

Dosierung und Darreichungsformen - Acidum nitricum

3 mal täglich, Kinder die Hälfte oder bei mangelnder Wirkung Dosis erhöhen sind Regeln, die in der Homöopathie nicht gelten. Hier entscheidet nicht die Menge, sondern die Art der Information. Schematische Dosierungsangaben widersprechen dem Prinzip der Individualität in der Homöopathie.

Die homöopathische Arznei wird am schnellsten und sichersten über die Mundschleimhaut aufgenommen, also: Globuli oder Tabletten zergehen lassen, Lösungen eine Weile im Mund behalten, bevor sie geschluckt werden. Auch über die gesunde Haut kann das Mittel wirken. Die äußerliche Behandlung eines erkrankten Körperteils mit Salben und Einreibungen ist in der Regel nicht nötig. Die homöopathische Behandlung zielt auf den gesamten Organismus und nicht auf einzelne Teile.

Information wird am besten verstanden, wenn kein anderer dazwischenredet. Wenn die Arznei einwirken soll, darf die Mundschleimhaut nicht durch andere Einflüsse irritiert sein. Der Mindestabstand zum Essen und Trinken, zu Kaugummi, Zigaretten, Zähneputzen und dergleichen sollte 10 Minuten betragen. Die Arznei wird in akuten Fällen sofort gegeben, ansonsten zu einem ruhigen Zeitpunkt.

Um ein Fernsehprogramm oder im Aufzug das Stockwerk zu wählen, genügt ein Knopfdruck oder, bei manchen Vorrichtungen, das bloße Berühren. Ein fester Druck bringt kein besseres Programm (es sei denn, der Knopf ist schwer gängig, d.h. die Arznei ist von minderer Qualität). Bei guter Arzneiqualität genügt ein Globulus oder ein Tropfen, um die Information in den Organismus zu bringen. Manche geben zwei Globuli, zur Sicherheit, manche drei oder fünf, manche Hersteller empfehlen zehn. Wenn wenige Globuli nicht wirken, ist meist das Mittel falsch oder die Reaktion gestört. Dann sollte man fachlichen Rat einholen.

Homöopathische Arzneien werden nicht nach der Uhr, sondern nach Bedarf gegeben und ebenso auch wiederholt. Solange eine Wirkung anhält, d.h. die Besserung voranschreitet, wird abgewartet. Erst bei Stillstand der Wirkung oder erneutem Auftreten der alten Beschwerden wird die Einnahme wiederholt.

Haben sich die Symptome verändert, muss das Arzneimittel neu bestimmt werden.

Bei Wiederholung des Mittels in kurzen Zeitabständen geht man günstiger Weise nach der sogenannten „Wasserglas-Methode“ vor : Dazu gibt man ein bis drei Globuli in etwa 100 ml kohlensäurefreies Wasser und nimmt davon jedes Mal, wenn nötig, einen Teelöffel (kein Metall) oder kleinen Schluck voll ein, nachdem man zuvor umgerührt hat.

Etwas anders verhält es sich bei den Q- bzw. LM-Potenzen. Von der flüssigen Version (Tropfen), die vorzugsweise eingesetzt wird, werden je nach Empfindlichkeit des Patienten ein bis 10 Tropfen nach mehrmaligem kräftigem Schütteln des Fläschchens eingenommen. In chronischen Fällen einmal täglich, in akuten Fällen auch mehrmals täglich. Nach dem Aufbrauchen wird ein jeweils höherer Potenzgrad genommen.

Für den Hausgebrauch wird die D oder C 6 bzw. 12 empfohlen. Ihre Wirkdauer kann gut überblickt werden; sie beträgt in akuten Fällen nur einige Stunden. Die Gabe kann bei Bedarf wiederholt werden. Bei mangelnder Wirkung ist ein schneller Wechsel der Arznei problemlos möglich. Hochgiftige Substanzen allerdings, z.B. Schwermetalle, sollten nicht unter der D 8 (besser der D 12 bzw. C 6) verwendet werden. Höhere Potenzen wirken intensiver und länger, werden aber bei falscher Mittelwahl zum Problem: Arzneisymptome können länger als erwünscht anhalten und sowohl das Krankheitsbild als auch die Wirkung der zweiten Arznei überlagern.

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