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Aesculus hippocastanum

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Aesculus hippocastanum Globuli aus Eigenherstellung, handpotenziert in kleinen Chargen.

Aesculus hippocastanum

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Details

Hintergrundinformationen - Aesculus hippocastanum

Aesculus hippocastanum ist die homöopathische und lateinische Bezeichnung für die weiße Rosskastanie. Der ursprünglich vom Balkan und dem Kaukasus stammende, bis zu 30 Metern hohe Baum gehört zu den Seifenbaumgewächsen. Die Rosskastanie hat ihren Namen erhalten, weil in der Türkei früher ihre Samen an die Pferde verfüttert wurden, vor allem wenn die Tiere an Blähungen litten. Auf ihren Feldzügen brachten die Türken den Baum mit nach Mitteleuropa, wo er heute weit verbreitet ist und im Frühjahr mit seinen hübschen Blütenständen Parks und Gartenanlagen ziert. Vor allem Kinder haben im Herbst ihren Spaß mit den stacheligen Früchten und den großen, braunglänzenden Samen. Die geschälten stärke- und gerbstoffreichen Samen werden in der Homöopathie zu Tinkturen, Globuli und Tabletten aufbereitet.

Erscheinungsbild: Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome - Aesculus hippocastanum

Patienten, die von Aesculus hippocastanum profitieren, sind leicht reizbar, jähzornig und depressiv. Sie sind grüblerisch und können sich nur schlecht konzentrieren. Morgens nach dem Aufstehen kommen sie nur langsam in die Gänge. Typisch sind Stauungen der Körperflüssigkeiten und trockene Schleimhäute. Aesculus hippocastanum wirkt vor allem auf den Verdauungstrakt bei Verstopfungen, den Bewegungsapparat und auf das Venensystem. Hier hilft es gegen alle Arten von Stauungen, wie Durchblutungsstörungen, Hämorrhoiden, Krampfadern und geschwollene Füßen.

Anwendungsgebiete von Aesculus hippocastanum in der Übersicht

  • Hämorrhoiden
  • Verstopfung
  • Venenschwäche
  • Krampfadern und Besenreiser
  • geschwollene Füße und schwere, schmerzende Beine
  • nach Thrombosen
  • in der Schwangerschaft bei Hämorrhoiden

Modalitäten: Verbesserungen und Verschlimmerungen

Eine Besserung der Symptome tritt auf in kühler frischer Luft, bei einem kalten Bad und im Freien, vor allem in Verbindung mit leichter Bewegung. Zu einer Verschlechterung kommt es im Stehen, bei übermäßiger Bewegung, in der Wärme und nach dem Stuhlgang.

Aesculus hippocastanum Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Hauptwirkstoffe sind die reichlich in den Samen enthaltenen Gerbstoffe, die Saponine, vor allem das Aescin, das gefäßabdichtend wirkt. Weitere Inhaltsstoffe wie Gerbstoffe, Cumarine und Flavonoide wirken entzündungshemmend und stärken die Venen. Als Nebenwirkungen bei niedrigen Potenzen kann es nach den Mahlzeiten zu Übelkeit, Völlegefühl, Schwindel und leichten Kopfschmerzen kommen. Bei der gleichzeitigen Einnahme blutverdünnender Medikamente sollte man erst Rücksprache mit dem behandelnden Arzt halten.

Aesculus hippocastanum Dosierung und Darreichungsformen

3 mal täglich, Kinder die Hälfte oder bei mangelnder Wirkung Dosis erhöhen sind Regeln, die in der Homöopathie nicht gelten. Hier entscheidet nicht die Menge, sondern die Art der Information. Schematische Dosierungsangaben widersprechen dem Prinzip der Individualität in der Homöopathie. Die homöopathische Arznei wird am schnellsten und sichersten über die Mundschleimhaut aufgenommen, also: Globuli oder Tabletten zergehen lassen, Lösungen eine Weile im Mund behalten, bevor sie geschluckt werden. Auch über die gesunde Haut kann das Mittel wirken. Die äußerliche Behandlung eines erkrankten Körperteils mit Salben und Einreibungen ist in der Regel nicht nötig. Die homöopathische Behandlung zielt auf den gesamten Organismus und nicht auf einzelne Teile. Information wird am besten verstanden, wenn kein anderer dazwischenredet. Wenn die Arznei einwirken soll, darf die Mundschleimhaut nicht durch andere Einflüsse irritiert sein. Der Mindestabstand zum Essen und Trinken, zu Kaugummi, Zigaretten, Zähneputzen und dergleichen sollte 10 Minuten betragen. Die Arznei wird in akuten Fällen sofort gegeben, ansonsten zu einem ruhigen Zeitpunkt.

Um ein Fernsehprogramm oder im Aufzug das Stockwerk zu wählen, genügt ein Knopfdruck oder, bei manchen Vorrichtungen, das bloße Berühren. Ein fester Druck bringt kein besseres Programm (es sei denn, der Knopf ist schwer gängig, d.h. die Arznei ist von minderer Qualität). Bei guter Arzneiqualität genügt ein Globulus oder ein Tropfen, um die Information in den Organismus zu bringen. Manche geben zwei Globuli, zur Sicherheit, manche drei oder fünf, manche Hersteller empfehlen zehn. Wenn wenige Globuli nicht wirken, ist meist das Mittel falsch oder die Reaktion gestört. Dann sollte man fachlichen Rat einholen.

Homöopathische Arzneien werden nicht nach der Uhr, sondern nach Bedarf gegeben und ebenso auch wiederholt. Solange eine Wirkung anhält, d.h. die Besserung voranschreitet, wird abgewartet. Erst bei Stillstand der Wirkung oder erneutem Auftreten der alten Beschwerden wird die Einnahme wiederholt. Haben sich die Symptome verändert, muss das Arzneimittel neu bestimmt werden. Bei Wiederholung des Mittels in kurzen Zeitabständen geht man günstiger Weise nach der sogenannten „Wasserglas-Methode“ vor : Dazu gibt man ein bis drei Globuli in etwa 100 ml kohlensäurefreies Wasser und nimmt davon jedes Mal, wenn nötig, einen Teelöffel (kein Metall) oder kleinen Schluck voll ein, nachdem man zuvor umgerührt hat. Etwas anders verhält es sich bei den Q- bzw. LM-Potenzen. Von der flüssigen Version (Tropfen), die vorzugsweise eingesetzt wird, werden je nach Empfindlichkeit des Patienten ein bis 10 Tropfen nach mehrmaligem kräftigem Schütteln des Fläschchens eingenommen. In chronischen Fällen einmal täglich, in akuten Fällen auch mehrmals täglich. Nach dem Aufbrauchen wird ein jeweils höherer Potenzgrad genommen.

Für den Hausgebrauch wird die D oder C 6 bzw. 12 empfohlen. Ihre Wirkdauer kann gut überblickt werden; sie beträgt in akuten Fällen nur einige Stunden. Die Gabe kann bei Bedarf wiederholt werden. Bei mangelnder Wirkung ist ein schneller Wechsel der Arznei problemlos möglich. Hochgiftige Substanzen allerdings, z.B. Schwermetalle, sollten nicht unter der D 8 (besser der D 12 bzw. C 6) verwendet werden. Höhere Potenzen wirken intensiver und länger, werden aber bei falscher Mittelwahl zum Problem: Arzneisymptome können länger als erwünscht anhalten und sowohl das Krankheitsbild als auch die Wirkung der zweiten Arznei überlagern.

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