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Allium cepa

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Details

Allium cepa Hintergrundinformationen

Allium cepa, die Küchenzwiebel, ist ein Lauchgewächs und eine uralte Nutz- und Heilpflanze, die schon im alten China und Ägypten bekannt war. Aus den Samen entwickelt sich eine Zwiebel, die hohle Blätter ausbildet und ab Spätsommer mit einer kugelförmigen Dolde blüht. Die in der Zwiebel enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe, vor allem Flavonoide, haben schmerzlindernde, entzündungshemmende und antiallergische Wirkung.
Allium cepa gilt als Paradebeispiel für das Simile-Prinzip. Beim Zwiebelschneiden werden flüchtige Schwefelverbindungen wie Allicin freigesetzt, die zu tränenden Augen und laufender Nase führen. Entsprechend wird Allium cepa in der Homöopathie gegen Erkältungen mit Infektionen von Hals, Nase und Rachen eingesetzt und bei allergischen Reaktionen wie Heuschnupfen. Sie wirkt antibakteriell, antiviral, schmerzlindernd, entzündungshemmend und antiallergisch und findet Anwendung bei Problemen in Magen-Darm-Trakt und Harnwegen, aber auch bei Phantomschmerzen nach Amputationen.

Allium cepa Erscheinungsbild: Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome

Patienten, die von Allium cepa profitieren, sind ängstlich, wehmütig und neigen zu depressiven Verstimmungen. Typisch sind ein ständiger Tränenfluss, der durch Reiben verschlimmert wird, und eine laufende Nase. Die Schleimhäute brennen, es schmerzt beim Schlucken, und Nase und Oberlippe sind gerötet. Ebenso können die Augen entzündet sein und die Ohren schmerzen.
Beim fortlaufenden bellenden Husten wird der Kehlkopf so in Mitleidenschaft gezogen, dass das Sprechen schwerfällt. Beim Husten halten die Patienten oft die Hand auf den Kehlkopf.
Häufig tritt ein schmerzhafter Harndrang bis hin zur Blasenentzündung auf, gerade bei Erkältungen und bei älteren Menschen. Trotz des starken Harndranges haben diese oft Probleme beim Wasserlassen, und gelegentlich tröpfelt etwas Harn unkontrolliert aus der Blase.

Allium cepa Anwendungsgebiete in der Übersicht

  • Fließschnupfen mit reichlich Sekret
  • allergischer Schnupfen wie Heuschnupfen
  • bellender Husten mit Heiserkeit und Kitzeln im Kehlkopf
  • Erkältungskrankheiten als Folge von nasskaltem, feuchtem Wetter
  • rote Augen, Augenbrennen und Tränenfluss mit milden Tränen, welche die Augen nicht reizen
  • Neuralgien mit fadenförmigen, stechenden Schmerzen, besonders nach Nervenverletzungen oder Amputationen (Phantomschmerzen)

Allium cepa Modalitäten: Verbesserungen und Verschlechterungen

Bei Patienten, die von Allium cepa profitieren, verbessern sich die Symptome in kühlen Räumen und bei Bewegung an der frischen Luft sowie beim Baden oder Schwimmen. Sie verschlechtern sich am Morgen und gegen Abend, in überheizten Räumen und bei feuchtkaltem Wetter. Licht, nasse Füße und unangenehm empfundene Gerüche führen ebenfalls zu einer Verschlechterung.

Allium cepa Nebenwirkungen

Nebenwirkungen sind bei den homöopathischen Zubereitungsformen von Allium cepa nicht bekannt. Knoblauch und Knoblauchpräparate können allerdings die Wirkung beeinflussen.

Allium cepa Dosierung und Darreichungsformen

3 mal täglich, Kinder die Hälfte oder bei mangelnder Wirkung Dosis erhöhen sind Regeln, die in der Homöopathie nicht gelten. Hier entscheidet nicht die Menge, sondern die Art der Information.
Schematische Dosierungsangaben widersprechen dem Prinzip der Individualität in der Homöopathie.
Die homöopathische Arznei wird am schnellsten und sichersten über die Mundschleimhaut aufgenommen, also: Globuli oder Tabletten zergehen lassen, Lösungen eine Weile im Mund behalten, bevor sie geschluckt werden. Auch über die gesunde Haut kann das Mittel wirken. Die äußerliche Behandlung eines erkrankten Körperteils mit Salben und Einreibungen ist in der Regel nicht nötig. Die homöopathische Behandlung zielt auf den gesamten Organismus und nicht auf einzelne Teile.
Information wird am besten verstanden, wenn kein anderer dazwischenredet. Wenn die Arznei einwirken soll, darf die Mundschleimhaut nicht durch andere Einflüsse irritiert sein. Der Mindestabstand zum Essen und Trinken, zu Kaugummi, Zigaretten, Zähneputzen und dergleichen sollte 10 Minuten betragen. Die Arznei wird in akuten Fällen sofort gegeben, ansonsten zu einem ruhigen Zeitpunkt.

Um ein Fernsehprogramm oder im Aufzug das Stockwerk zu wählen, genügt ein Knopfdruck oder, bei manchen Vorrichtungen, das bloße Berühren. Ein fester Druck bringt kein besseres Programm (es sei denn, der Knopf ist schwer gängig, d.h. die Arznei ist von minderer Qualität). Bei guter Arzneiqualität genügt ein Globulus oder ein Tropfen, um die Information in den Organismus zu bringen. Manche geben zwei Globuli, zur Sicherheit, manche drei oder fünf, manche Hersteller empfehlen zehn. Wenn wenige Globuli nicht wirken, ist meist das Mittel falsch oder die Reaktion gestört. Dann sollte man fachlichen Rat einholen.

Homöopathische Arzneien werden nicht nach der Uhr, sondern nach Bedarf gegeben und ebenso auch wiederholt. Solange eine Wirkung anhält, d.h. die Besserung voranschreitet, wird abgewartet. Erst bei Stillstand der Wirkung oder erneutem Auftreten der alten Beschwerden wird die Einnahme wiederholt.
Haben sich die Symptome verändert, muss das Arzneimittel neu bestimmt werden.
Bei Wiederholung des Mittels in kurzen Zeitabständen geht man günstiger Weise nach der sogenannten „Wasserglas-Methode“ vor : Dazu gibt man ein bis drei Globuli in etwa 100 ml kohlensäurefreies Wasser und nimmt davon jedes Mal, wenn nötig, einen Teelöffel (kein Metall) oder kleinen Schluck voll ein, nachdem man zuvor umgerührt hat.
Etwas anders verhält es sich bei den Q- bzw. LM-Potenzen. Von der flüssigen Version (Tropfen), die vorzugsweise eingesetzt wird, werden je nach Empfindlichkeit des Patienten ein bis 10 Tropfen nach mehrmaligem kräftigem Schütteln des Fläschchens eingenommen. In chronischen Fällen einmal täglich, in akuten Fällen auch mehrmals täglich. Nach dem Aufbrauchen wird ein jeweils höherer Potenzgrad genommen.

Für den Hausgebrauch wird die D oder C 6 bzw. 12 empfohlen. Ihre Wirkdauer kann gut überblickt werden; sie beträgt in akuten Fällen nur einige Stunden. Die Gabe kann bei Bedarf wiederholt werden. Bei mangelnder Wirkung ist ein schneller Wechsel der Arznei problemlos möglich. Hochgiftige Substanzen allerdings, z.B. Schwermetalle, sollten nicht unter der D 8 (besser der D 12 bzw. C 6) verwendet werden.
Höhere Potenzen wirken intensiver und länger, werden aber bei falscher Mittelwahl zum Problem:
Arzneisymptome können länger als erwünscht anhalten und sowohl das Krankheitsbild als auch die Wirkung der zweiten Arznei überlagern.
Globuli aus Eigenherstellung, handprotenziert in kleinen Chargen.

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