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Antimonium crudum (Schwarzer Spießglanz) Globuli

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Kurzübersicht

Antimonium crudum Globuli aus Eigenherstellung - handpotenziert in kleinen Chargen in den Potenzen C12 und C30.

Antimonium crudum (Schwarzer Spießglanz) Globuli

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Details

Hintergrundinformationen zu Antimonum crudum

Antimonium crudum ist die homöopathische Bezeichnung für Antimon(III)-sulfid, das man in der Natur in Form von schwarzem Spießglanz (Stibium sulfuratum nigrum) findet. Antimon wurde bereits in der Bronzezeit zur Härtung von Bronze verwendet. Beliebt war das Metall bei den Alchemisten des Mittelalters, die damit Gold herzustellen versuchten.

In der Medizin nutzte man das giftige Metall früher gegen Wunden, Geschwüre und gegen die Tollwut.
Die Homöopathie verwendet ungiftige Verdünnungen, vorwiegend bei Erkrankungen von Haut und Schleimhäuten, der Luftwege, des Verdauungstrakts und bei Erkrankungen des Gemüts.

Erscheinungsbild: Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome

Patienten, die von Antimonium crudum profitieren, sind sensibel, griesgrämig, extrem wankelmütig und wissen nie so recht, was sie wollen. Meistens sind sie kontaktscheu und möchten nicht angesehen oder berührt werden, sie sind typische Eigenbrötler. Beim geringsten Geräusch erschrecken sie und fahren zusammen, ihre nervöse Unruhe ist mit Muskelzuckungen verbunden. Sie neigen zur Fettsucht und sind vom Angesicht meist bleich.

Mal sind sie weinerlich und sentimental, mal zornig und durch nichts zufriedenzustellen. Riesiger Appetit wechselt sich ab mit Ekel vor Essen. Häufig leiden sie an Sodbrennen und Völlegefühl. Ihre Zunge ist dick weißlich belegt und besonders an den Übergängen zwischen Haut und Schleimhäuten treten Ekzeme auf. Häufig sind die Mundwinkel eingerissen und finden sich Geschwüre im Mundraum. Vor allem an den Fußsohlen tritt dicke, schwielige Hornhaut auf. Die Nägel sind brüchig, verdickt, krumm und wachsen leicht ein. Der Stuhlgang ist eher weich bis flüssig, schleimig und enthält unverdaute Anteile.

Schwarzer Spießglanz - Anwendungsgebiete in der Übersicht

  • Verdauungsstörungen mit Durchfall und Verstopfung im Wechsel
  • Reizdarm, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn nach Rücksprache
  • Hämorrhoiden
  • Sodbrennen, Völlegefühl und Aufstoßen
  • Aufblähung nach dem Essen
  • juckende Hautausschläge
  • eingerissene Mundwinkel (Rhagaden) und Geschwüre im Mundraum (Aphthen)
  • krustige Ekzeme
  • Hornhautverdickungen, Schwielen, Warzen, und Hühneraugen
  • Heiserkeit, Husten und Bronchitis
  • rheumatische Gelenkschmerzen

  • Modalitäten: Verbesserungen und Verschlimmerungen

    Das Leiden bessert sich in Ruhe und im Liegen. Zu einer Verschlimmerung der Symptome kommt es in der prallen Sonne, in der Hitze und durch sauren Wein.

    Wirkungsweise und Nebenwirkungen von Antimonium crudum

    Antimonium crudum wirkt auf die Haut, den Magen-Darm-Trakt und die Atemwege. Häufig verwendet man das Präparat auch bei Kindern, die zu Übergewicht und Verdauungsstörungen neigen und mürrisch und übellaunig erscheinen. Das Mittel hat sich bei Säuglingen bewährt, die die Muttermilch nicht vertragen oder die Nahrungsaufnahme verweigern.

    Antimonium crudum Dosierung und Darreichungsformen

    3 mal täglich, Kinder die Hälfte oder bei mangelnder Wirkung Dosis erhöhen sind Regeln, die in der Homöopathie nicht gelten. Hier entscheidet nicht die Menge, sondern die Art der Information. Schematische Dosierungsangaben widersprechen dem Prinzip der Individualität in der Homöopathie.

    Die homöopathische Arznei wird am schnellsten und sichersten über die Mundschleimhaut aufgenommen, also: Globuli oder Tabletten zergehen lassen, Lösungen eine Weile im Mund behalten, bevor sie geschluckt werden. Auch über die gesunde Haut kann das Mittel wirken. Die äußerliche Behandlung eines erkrankten Körperteils mit Salben und Einreibungen ist in der Regel nicht nötig. Die homöopathische Behandlung zielt auf den gesamten Organismus und nicht auf einzelne Teile.

    Information wird am besten verstanden, wenn kein anderer dazwischenredet. Wenn die Arznei einwirken soll, darf die Mundschleimhaut nicht durch andere Einflüsse irritiert sein. Der Mindestabstand zum Essen und Trinken, zu Kaugummi, Zigaretten, Zähneputzen und dergleichen sollte 10 Minuten betragen. Die Arznei wird in akuten Fällen sofort gegeben, ansonsten zu einem ruhigen Zeitpunkt.

    Um ein Fernsehprogramm oder im Aufzug das Stockwerk zu wählen, genügt ein Knopfdruck oder, bei manchen Vorrichtungen, das bloße Berühren. Ein fester Druck bringt kein besseres Programm (es sei denn, der Knopf ist schwer gängig, d.h. die Arznei ist von minderer Qualität). Bei guter Arzneiqualität genügt ein Globulus oder ein Tropfen, um die Information in den Organismus zu bringen. Manche geben zwei Globuli, zur Sicherheit, manche drei oder fünf, manche Hersteller empfehlen zehn. Wenn wenige Globuli nicht wirken, ist meist das Mittel falsch oder die Reaktion gestört. Dann sollte man fachlichen Rat einholen.

    Homöopathische Arzneien werden nicht nach der Uhr, sondern nach Bedarf gegeben und ebenso auch wiederholt. Solange eine Wirkung anhält, d.h. die Besserung voranschreitet, wird abgewartet. Erst bei Stillstand der Wirkung oder erneutem Auftreten der alten Beschwerden wird die Einnahme wiederholt. Haben sich die Symptome verändert, muss das Arzneimittel neu bestimmt werden.

    Bei Wiederholung des Mittels in kurzen Zeitabständen geht man günstiger Weise nach der sogenannten "Wasserglas-Methode" vor : Dazu gibt man ein bis drei Globuli in etwa 100 ml kohlensäurefreies Wasser und nimmt davon jedes Mal, wenn nötig, einen Teelöffel (kein Metall) oder kleinen Schluck voll ein, nachdem man zuvor umgerührt hat. Etwas anders verhält es sich bei den Q- bzw. LM-Potenzen. Von der flüssigen Version (Tropfen), die vorzugsweise eingesetzt wird, werden je nach Empfindlichkeit des Patienten ein bis 10 Tropfen nach mehrmaligem kräftigem Schütteln des Fläschchens eingenommen. In chronischen Fällen einmal täglich, in akuten Fällen auch mehrmals täglich. Nach dem Aufbrauchen wird ein jeweils höherer Potenzgrad genommen.

    Für den Hausgebrauch wird die D oder C 6 bzw. 12 empfohlen. Ihre Wirkdauer kann gut überblickt werden; sie beträgt in akuten Fällen nur einige Stunden. Die Gabe kann bei Bedarf wiederholt werden. Bei mangelnder Wirkung ist ein schneller Wechsel der Arznei problemlos möglich. Hochgiftige Substanzen allerdings, z.B. Schwermetalle, sollten nicht unter der D 8 (besser der D 12 bzw. C 6) verwendet werden. Höhere Potenzen wirken intensiver und länger, werden aber bei falscher Mittelwahl zum Problem: Arzneisymptome können länger als erwünscht anhalten und sowohl das Krankheitsbild als auch die Wirkung der zweiten Arznei überlagern. Globuli aus Eigenherstellung, handpotenziert in kleinen Chargen.

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