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Arnica montana

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Kurzübersicht

Globuli Arnica montana aus Eigenherstellung, handpotenziert in kleinen Chargen.

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Details

Arnica montana - Hintergrundinformationen

Arnica montana ist die homöopathische und botanische Bezeichnung der echten Arnika oder des Bergwohlverleihs, einem Korbblütler, der in den Gebirgen Europas bis nach Skandinavien wächst und mittlerweile unter Artenschutz steht. Zu der Bedrohung der Art hat nicht zuletzt die kosmetische und medizinische Verwendung geführt, die seit der ersten Erwähnung durch Hildegard von Bingen sehr verbreitet ist. Heutzutage wird sie vornehmlich nur noch äußerlich angewendet, vor allem als Salbe, und findet nur noch in der Homöopathie innerliche Anwendung. Als Heilmittel hat sich Arnica vor allem bei allen Arten von Verletzungen bewährt, da es Blutungen stillt, Schmerzen mindert und die Wundheilung fördert. Selbst die bei Prellungen auftretenden blauen Flecken lassen sich damit fast vollständig vermeiden. Außer auf der Haut wirkt sie auf Herz-Kreislauf-System und den Bewegungsapparat bei rheumatischen Beschwerden aller Art und wird gerne in der Geburtshilfe eingesetzt. Arnica montana ist sehr schnell wirksam.

Erscheinungsbild: Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome

Patienten, die von Arnica montana profitieren, sind meist kräftig, eigenbrötlerisch, argwöhnisch und lehnen andere Menschen ab. Ihre Beschwerden pflegen sie zu verharmlosen und sie möchten am liebsten in Ruhe gelassen werden. Meist sind sie schreckhaft und haben ausgeprägten Mundgeruch.

Anwendungsgebiete von Arnica montana in der Übersicht

  • Verletzungen, wie Wunden, Prellungen, Blutergüsse, Stauchungen und Quetschungen
  • Arthritis mit steifen und schmerzempfindlichen Gelenken
  • rheumatische Beschwerden (Muskel- u. Gelenkrheumatismus)
  • bei Zahnextraktionen
  • Muskelkater
  • Zerschlagenheitsgefühl am ganzen Körper
  • nach Operationen zur Beschleunigung der Heilung

Modalitäten: Verbesserungen und Verschlimmerungen

Zu einer Besserung der Symptome kommt es im Liegen. Eine Verschlechterung tritt auf bei Berührung und Bewegung, bei Erschütterungen, bei Kälte und nasskaltem Wetter.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen von Arnica montana

Bei falscher Anwendung kann die Urtinktur bei innerlicher Einnahme die Gefäße stark erweitern und so den Blutdruck senken, in Auge und Nase Blutungen hervorrufen und Herzrhythmusstörungen und Schwindel bis zum Kollaps verursachen. Bei bekannter Überempfindlichkeit gegen andere Korbblütler wie Schafgarbe, Kamille oder Ringelblume, sollten Globuli bis zur D6 oder C3 nicht genommen werden.

Arnica montana Dosierung und Darreichungsformen

3 mal täglich, Kinder die Hälfte oder bei mangelnder Wirkung Dosis erhöhen sind Regeln, die in der Homöopathie nicht gelten. Hier entscheidet nicht die Menge, sondern die Art der Information. Schematische Dosierungsangaben widersprechen dem Prinzip der Individualität in der Homöopathie. Die homöopathische Arznei wird am schnellsten und sichersten über die Mundschleimhaut aufgenommen, also: Globuli oder Tabletten zergehen lassen, Lösungen eine Weile im Mund behalten, bevor sie geschluckt werden. Auch über die gesunde Haut kann das Mittel wirken. Die äußerliche Behandlung eines erkrankten Körperteils mit Salben und Einreibungen ist in der Regel nicht nötig. Die homöopathische Behandlung zielt auf den gesamten Organismus und nicht auf einzelne Teile. Information wird am besten verstanden, wenn kein anderer dazwischenredet. Wenn die Arznei einwirken soll, darf die Mundschleimhaut nicht durch andere Einflüsse irritiert sein. Der Mindestabstand zum Essen und Trinken, zu Kaugummi, Zigaretten, Zähneputzen und dergleichen sollte 10 Minuten betragen. Die Arznei wird in akuten Fällen sofort gegeben, ansonsten zu einem ruhigen Zeitpunkt.

Um ein Fernsehprogramm oder im Aufzug das Stockwerk zu wählen, genügt ein Knopfdruck oder, bei manchen Vorrichtungen, das bloße Berühren. Ein fester Druck bringt kein besseres Programm (es sei denn, der Knopf ist schwer gängig, d.h. die Arznei ist von minderer Qualität). Bei guter Arzneiqualität genügt ein Globulus oder ein Tropfen, um die Information in den Organismus zu bringen. Manche geben zwei Globuli, zur Sicherheit, manche drei oder fünf, manche Hersteller empfehlen zehn. Wenn wenige Globuli nicht wirken, ist meist das Mittel falsch oder die Reaktion gestört. Dann sollte man fachlichen Rat einholen.

Homöopathische Arzneien werden nicht nach der Uhr, sondern nach Bedarf gegeben und ebenso auch wiederholt. Solange eine Wirkung anhält, d.h. die Besserung voranschreitet, wird abgewartet. Erst bei Stillstand der Wirkung oder erneutem Auftreten der alten Beschwerden wird die Einnahme wiederholt. Haben sich die Symptome verändert, muss das Arzneimittel neu bestimmt werden. Bei Wiederholung des Mittels in kurzen Zeitabständen geht man günstiger Weise nach der sogenannten „Wasserglas-Methode“ vor : Dazu gibt man ein bis drei Globuli in etwa 100 ml kohlensäurefreies Wasser und nimmt davon jedes Mal, wenn nötig, einen Teelöffel (kein Metall) oder kleinen Schluck voll ein, nachdem man zuvor umgerührt hat. Etwas anders verhält es sich bei den Q- bzw. LM-Potenzen. Von der flüssigen Version (Tropfen), die vorzugsweise eingesetzt wird, werden je nach Empfindlichkeit des Patienten ein bis 10 Tropfen nach mehrmaligem kräftigem Schütteln des Fläschchens eingenommen. In chronischen Fällen einmal täglich, in akuten Fällen auch mehrmals täglich. Nach dem Aufbrauchen wird ein jeweils höherer Potenzgrad genommen.

Für den Hausgebrauch wird die D oder C 6 bzw. 12 empfohlen. Ihre Wirkdauer kann gut überblickt werden; sie beträgt in akuten Fällen nur einige Stunden. Die Gabe kann bei Bedarf wiederholt werden. Bei mangelnder Wirkung ist ein schneller Wechsel der Arznei problemlos möglich. Hochgiftige Substanzen allerdings, z.B. Schwermetalle, sollten nicht unter der D 8 (besser der D 12 bzw. C 6) verwendet werden. Höhere Potenzen wirken intensiver und länger, werden aber bei falscher Mittelwahl zum Problem: Arzneisymptome können länger als erwünscht anhalten und sowohl das Krankheitsbild als auch die Wirkung der zweiten Arznei überlagern.

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