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Arsenicum album

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Arsenicum album Globuli aus Eigenherstellung

Arsenicum album

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Details

Hintergrundinformationen zu Arsenicum album

Arsenicum album ist die homöopathische Bezeichnung des weißen Arseniks, eines früher verbreiteten Mittels zum heimlichen Mord. Es wurde von der Antike bis in die Neuzeit in böser Absicht unter das Essen gemischt. Kleine, über einen längeren Zeitraum verabreichte Dosen führten zu langsam zunehmender Entkräftigung und qualvollem Tod, hohe Dosen waren dagegen durch Versagen von Nieren und Kreislauf sehr schnell wirksam. Erst im 19. Jahrhundert wurde mit der Marshschen Probe (Arsenspiegel) eine einfache und zuverlässige Nachweismethode entwickelt. Aber auch in der Heilkunde wurde Arsen schon früh eingesetzt. Bereits Hippokrates beschrieb eine arsenhaltige Salbe zur Behandlung von Geschwüren. Im Mittelalter wurde Arsen in geringer Dosierung als Stärkungsmittel verwendet und Paracelsus benutzte es zur Krebsbehandlung. In homöopathischen Anwendungen ist Arsenicum album unbedenklich und bei vielen Symptomen hilfreich. Gemäß dem Simile-Prinzip wirkt Arsenicum album vor allem bei Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, sowie Hautveränderungen. Arsenicum album wirkt auf das Nerven- und Herz-Kreislauf-System, die Atemwege und den Verdauungstrakt und kann bei Erschöpfungs- und Schwächezuständen, die nach schweren Krankheiten, Schockzuständen oder Schicksalsschlägen auftreten, angewendet werden.

Erscheinungsbild: Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome

Personen, die von Arsenicum album profitieren, neigen zu Perfektionismus. Sie sind ausgesprochen ordentlich, pünktlich, schlank und blass. Daneben sind sie ängstlich und von steter Unruhe geplagt. Beschwerden wie Schwächesymptome, Magen-Darm-Probleme und Brechdurchfall treten plötzlich, intensiv und periodisch auf.

Anwendungsgebiete von Arsenicum album in der Übersicht

  • Lebensmittelvergiftung
  • Magenschleimhautentzündung
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Durchfall
  • Appetitmangel
  • Ängste
  • Erschöpfungszustände
  • Ekzeme
  • Hautausschläge, bei Babys (z.B. Milchschorf)

Modalitäten: Verbesserungen und Verschlimmerungen

Eine Besserung der Symptome tritt auf durch Wärme, warme Anwendungen (Wickel) und durch Hochlagern des Kopfes. Kleine Schlucke kalter Getränke werden als angenehm empfunden. Verschlimmert werden die Beschwerden in der Kälte, durch kalte Speisen, in der Ruhe und durch Druck, Berührung und Einengung.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Wegen seiner Toxizität ist Arsenicum album bis zur D3 verschreibungspflichtig. Da sich die Substanz über lange Zeiträume im Körper ansammeln kann, sollte man Arsenicum album nur so lange einnehmen, wie Symptome vorhanden sind. Bei niedrigen Potenzen kann eine Erstverschlimmerung auftreten, die an Vergiftungssymptome erinnert. Daher wird von einer Selbstbehandlung mit niedrigen Potenzen abgeraten.

Dosierung und Darreichungsformen

3 mal täglich, Kinder die Hälfte oder bei mangelnder Wirkung Dosis erhöhen sind Regeln, die in der Homöopathie nicht gelten. Hier entscheidet nicht die Menge, sondern die Art der Information. Schematische Dosierungsangaben widersprechen dem Prinzip der Individualität in der Homöopathie. Die homöopathische Arznei wird am schnellsten und sichersten über die Mundschleimhaut aufgenommen, also: Globuli oder Tabletten zergehen lassen, Lösungen eine Weile im Mund behalten, bevor sie geschluckt werden. Auch über die gesunde Haut kann das Mittel wirken. Die äußerliche Behandlung eines erkrankten Körperteils mit Salben und Einreibungen ist in der Regel nicht nötig. Die homöopathische Behandlung zielt auf den gesamten Organismus und nicht auf einzelne Teile.
Information wird am besten verstanden, wenn kein anderer dazwischenredet. Wenn die Arznei einwirken soll, darf die Mundschleimhaut nicht durch andere Einflüsse irritiert sein. Der Mindestabstand zum Essen und Trinken, zu Kaugummi, Zigaretten, Zähneputzen und dergleichen sollte 10 Minuten betragen. Die Arznei wird in akuten Fällen sofort gegeben, ansonsten zu einem ruhigen Zeitpunkt.

Um ein Fernsehprogramm oder im Aufzug das Stockwerk zu wählen, genügt ein Knopfdruck oder, bei manchen Vorrichtungen, das bloße Berühren. Ein fester Druck bringt kein besseres Programm (es sei denn, der Knopf ist schwer gängig, d.h. die Arznei ist von minderer Qualität). Bei guter Arzneiqualität genügt ein Globulus oder ein Tropfen, um die Information in den Organismus zu bringen. Manche geben zwei Globuli, zur Sicherheit, manche drei oder fünf, manche Hersteller empfehlen zehn. Wenn wenige Globuli nicht wirken, ist meist das Mittel falsch oder die Reaktion gestört. Dann sollte man fachlichen Rat einholen.

Homöopathische Arzneien werden nicht nach der Uhr, sondern nach Bedarf gegeben und ebenso auch wiederholt. Solange eine Wirkung anhält, d.h. die Besserung voranschreitet, wird abgewartet. Erst bei Stillstand der Wirkung oder erneutem Auftreten der alten Beschwerden wird die Einnahme wiederholt. Haben sich die Symptome verändert, muss das Arzneimittel neu bestimmt werden. Bei Wiederholung des Mittels in kurzen Zeitabständen geht man günstiger Weise nach der sogenannten „Wasserglas-Methode“ vor : Dazu gibt man ein bis drei Globuli in etwa 100 ml kohlensäurefreies Wasser und nimmt davon jedes Mal, wenn nötig, einen Teelöffel (kein Metall) oder kleinen Schluck voll ein, nachdem man zuvor umgerührt hat. Etwas anders verhält es sich bei den Q- bzw. LM-Potenzen. Von der flüssigen Version (Tropfen), die vorzugsweise eingesetzt wird, werden je nach Empfindlichkeit des Patienten ein bis 10 Tropfen nach mehrmaligem kräftigem Schütteln des Fläschchens eingenommen. In chronischen Fällen einmal täglich, in akuten Fällen auch mehrmals täglich. Nach dem Aufbrauchen wird ein jeweils höherer Potenzgrad genommen.

Für den Hausgebrauch wird die D oder C 6 bzw. 12 empfohlen. Ihre Wirkdauer kann gut überblickt werden; sie beträgt in akuten Fällen nur einige Stunden. Die Gabe kann bei Bedarf wiederholt werden. Bei mangelnder Wirkung ist ein schneller Wechsel der Arznei problemlos möglich. Hochgiftige Substanzen allerdings, z.B. Schwermetalle, sollten nicht unter der D 8 (besser der D 12 bzw. C 6) verwendet werden. Höhere Potenzen wirken intensiver und länger, werden aber bei falscher Mittelwahl zum Problem: Arzneisymptome können länger als erwünscht anhalten und sowohl das Krankheitsbild als auch die Wirkung der zweiten Arznei überlagern. Globuli aus Eigenherstellung, handpotenziert in kleinen Chargen.

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