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Bryonia alba

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Globuli Eigenherstellung

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Details

Hintergrundinformationen zu Bryonia alba

Bryonia alba, die Weiße Zaunrübe, gehört zu den Kürbisgewächsen (Curcubitaceae). Es handelt sich dabei um eine mehrjährige, schnell wachsende Kletterpflanze, deren rübenartige Wurzel bis zu zweieinhalb Kilo schwer werden kann. Sie rankt an anderen Pflanzen, Hecken, Zäunen und Mauern und kommt in ganz Europa häufig an Waldrändern vor. Der Name kommt aus dem Griechischen und beschreibt das kletternde Wachstum. Die Blüten sind klein, gelb und unauffällig. Die kugeligen, schwarzen Früchte haben die Größe einer Erbse und sind, wie die ganze Pflanze, giftig. Etwa vierzig Beeren sind für einen Erwachsenen tödlich. Der Tod durch Atemlähmung erfolgt innerhalb weniger Stunden. Typische homöopathische Anwendungsgebiete von Bryonia sind sich langsam entwickelnde Leiden, die sich durch die kleinste Bewegung verschlimmern. In der Homöopathie wird die frische Wurzel vor der Blütezeit verwendet. Bryonia wirkt auf den Magen-Darm-Trakt, die Schleimhäute, die Atemwege, sowie den Stütz- und Bewegungsapparat.

Erscheinungsbild: Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome

Patienten, die von Bryonia alba profitieren, sind ordentlich, sparsam, realistisch und schweigsam. Sie leben in dem Gefühl, mit ihrer Arbeit nicht fertig zu werden. Sie reagieren schnell gereizt, wenn sie nicht das bekommen, was sie wollen. Typisch sind Zukunftsängste, Angst vor Krankheiten und Angst vor finanziellem Ruin. In der Krankheit sind sie schlapp, niedergeschlagen, reizbar und wollen nur ihre Ruhe haben.

Anwendungsgebiete in der Übersicht

  • extrem trockener, schmerzhafter (Krampf-)Husten mit langsam steigendem Fieber
  • Bronchitis
  • grippale Infekte mit starken Kopfschmerzen, Fieber und großem Durst
  • rheumatische Beschwerden (rheumatoide Arthritis) und Gelenkschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Sehenscheidenentzündung

Modalitäten: Verbesserungen und Verschlimmerungen

Zu einer Besserung der Symptome kommt es durch Ruhe, durch starken Druck auf die schmerzhafte Stelle, durch kalte Speisen und Getränke und Gehen an der frischen Luft. Liegen auf der schmerzenden Seite wird als angenehm empfunden. Eine Verschlimmerung erfolgt durch jede Form von Bewegung, Berührung und warmes Essen.

Anwendungsbeschränkungen von Bryonia alba

Bryonia alba ist bis zur D3 verschreibungspflichtig. Bis D1 ist die Gabe in der Schwangerschaft kontraindiziert.

Dosierung und Darreichungsformen

3 mal täglich, Kinder die Hälfte oder bei mangelnder Wirkung Dosis erhöhen sind Regeln, die in der Homöopathie nicht gelten. Hier entscheidet nicht die Menge, sondern die Art der Information. Schematische Dosierungsangaben widersprechen dem Prinzip der Individualität in der Homöopathie. Die homöopathische Arznei wird am schnellsten und sichersten über die Mundschleimhaut aufgenommen, also: Globuli oder Tabletten zergehen lassen, Lösungen eine Weile im Mund behalten, bevor sie geschluckt werden. Auch über die gesunde Haut kann das Mittel wirken. Die äußerliche Behandlung eines erkrankten Körperteils mit Salben und Einreibungen ist in der Regel nicht nötig. Die homöopathische Behandlung zielt auf den gesamten Organismus und nicht auf einzelne Teile. Information wird am besten verstanden, wenn kein anderer dazwischenredet. Wenn die Arznei einwirken soll, darf die Mundschleimhaut nicht durch andere Einflüsse irritiert sein. Der Mindestabstand zum Essen und Trinken, zu Kaugummi, Zigaretten, Zähneputzen und dergleichen sollte 10 Minuten betragen. Die Arznei wird in akuten Fällen sofort gegeben, ansonsten zu einem ruhigen Zeitpunkt.

Um ein Fernsehprogramm oder im Aufzug das Stockwerk zu wählen, genügt ein Knopfdruck oder, bei manchen Vorrichtungen, das bloße Berühren. Ein fester Druck bringt kein besseres Programm (es sei denn, der Knopf ist schwer gängig, d.h. die Arznei ist von minderer Qualität). Bei guter Arzneiqualität genügt ein Globulus oder ein Tropfen, um die Information in den Organismus zu bringen. Manche geben zwei Globuli, zur Sicherheit, manche drei oder fünf, manche Hersteller empfehlen zehn. Wenn wenige Globuli nicht wirken, ist meist das Mittel falsch oder die Reaktion gestört. Dann sollte man fachlichen Rat einholen.

Homöopathische Arzneien werden nicht nach der Uhr, sondern nach Bedarf gegeben und ebenso auch wiederholt. Solange eine Wirkung anhält, d.h. die Besserung voranschreitet, wird abgewartet. Erst bei Stillstand der Wirkung oder erneutem Auftreten der alten Beschwerden wird die Einnahme wiederholt. Haben sich die Symptome verändert, muss das Arzneimittel neu bestimmt werden. Bei Wiederholung des Mittels in kurzen Zeitabständen geht man günstiger Weise nach der sogenannten „Wasserglas-Methode“ vor : Dazu gibt man ein bis drei Globuli in etwa 100 ml kohlensäurefreies Wasser und nimmt davon jedes Mal, wenn nötig, einen Teelöffel (kein Metall) oder kleinen Schluck voll ein, nachdem man zuvor umgerührt hat. Etwas anders verhält es sich bei den Q- bzw. LM-Potenzen. Von der flüssigen Version (Tropfen), die vorzugsweise eingesetzt wird, werden je nach Empfindlichkeit des Patienten ein bis 10 Tropfen nach mehrmaligem kräftigem Schütteln des Fläschchens eingenommen. In chronischen Fällen einmal täglich, in akuten Fällen auch mehrmals täglich. Nach dem Aufbrauchen wird ein jeweils höherer Potenzgrad genommen.

Für den Hausgebrauch wird die D oder C 6 bzw. 12 empfohlen. Ihre Wirkdauer kann gut überblickt werden; sie beträgt in akuten Fällen nur einige Stunden. Die Gabe kann bei Bedarf wiederholt werden. Bei mangelnder Wirkung ist ein schneller Wechsel der Arznei problemlos möglich. Hochgiftige Substanzen allerdings, z.B. Schwermetalle, sollten nicht unter der D 8 (besser der D 12 bzw. C 6) verwendet werden. Höhere Potenzen wirken intensiver und länger, werden aber bei falscher Mittelwahl zum Problem: Arzneisymptome können länger als erwünscht anhalten und sowohl das Krankheitsbild als auch die Wirkung der zweiten Arznei überlagern. Globuli aus Eigenherstellung, handpotenziert in kleinen Chargen.

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