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Calcium phosphoricum

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Globuli Eigenherstellung

Calcium phosphoricum

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Details

Hintergrundinformationen zu Calcium phosphoricum

Calcium phosphoricum, chemisch korrekt Calciumhydrogenphosphat, wurde früher für homöopathische Präparate aus Hirschgeweihen gewonnen. Heute wird es hingegen chemisch synthetisiert. Es handelt sich um das im menschlichen Körper am häufigsten vorkommende Salz. Denn es bildet den anorganischen Anteil der Knochen und Zähne und ist darüber hinaus in allen Zellen vorhanden. Es ist wichtig für die Eiweißsynthese, das Immunsystem und die Blut-, Hormon- und Knochenbildung. Für Kinder im Wachstum ist es besonders wichtig. Auf die Nerven wirkt es beruhigend.
Fehlt dem Körper Calciumphosphat, kommt es bei Kindern zu verringertem Wachstum und Deformationen der Knochen (sog. Rachitis), sowie Problemen bei der Zahnentwicklung. Bei älteren Menschen führt der Mangel zu einer abnehmenden Knochendichte und Osteoporose. Im Erwachsenenalter heilen Knochenbrüche schlecht zusammen.
Insgesamt wirkt Calcium phosphoricum auf Knochen und Zähne, Stütz- und Bewegungsapparat, Nervensystem und Magen-Darm-Trakt. Seine Anwendung empfiehlt sich vor allem auch für Kinder und Schwangere.

Erscheinungsbild: Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome

Patienten, die von Calcium phosphoricum profitieren, sind groß und schmal und haben einen schwachen Knochenbau. Sie sind unruhig, ständig in Bewegung, ehrgeizig und verlangen nach Veränderungen. Bei körperlicher und geistiger Anstrengung fühlen sie sich jedoch schnell überfordert und erschöpft. Ihr Gesicht erscheint blass und fahl, vor allem an der Stirn, der Nase und den Ohren. Es fällt ihnen schwer sich zu konzentrieren. Sie leiden unter Kälte, sind nervös, schreckhaft und gereizt. Sie sind hochempfindlich, ständig missgestimmt und unzufrieden. So erwecken sie den Eindruck, ihnen sei überhaupt nichts recht zu machen. Vor allem ihre Rückenmuskulatur ist schwach, sodass sie schnell schmerzt und verspannt.
Haben die Personen Knochenbrüche, heilen diese außerordentlich langsam. Ihre Zähne sind häufig von schlechter Substanz, wackeln und haben zahlreiche Füllungen. Oftmals leiden sie an Sodbrennen, saurem Aufstoßen und krampfartigen Bauchschmerzen, verbunden mit chronischen Durchfällen. Sie haben ein starkes Verlangen nach Gewürztem, Salzigem und Geräuchertem, sowie kalten Getränken. Calcium phosphoricum ist vor allem für Kinder, die eine verspätete Zahnentwicklung besitzen und in der Pubertät unter Schmerzen beim Wachstum leiden, geeignet. Oftmals haben sie Kopfschmerzen gegen Ende des Schultages aufgrund der geistigen Anstrengung. Mädchen, aber auch erwachsene Frauen, kämpfen mit Menstruationsbeschwerden. Frauen haben häufig kalte Hände und Füße.

Calcium phosphoricum Anwendungsgebiete in der Übersicht

  • Wachstumsschmerzen bei Kindern
  • - verspätete Zahnung - erschwerter Zahndurchbruch - Knochenschwund - Rachitis nach Absprache - schlecht heilende Knochenbrüche - Verdauungsprobleme, Blähungen, Bauchschmerzen - Schulkopfschmerz - Bauchschmerzen mit lang anhaltenden Krämpfen - Menstruationsbeschwerden - bei Erschöpfung und Abgeschlagenheit während der Schwangerschaft - beim Stillen bei schmerzenden, empfindlichen Brustwarzen und wenn der Säugling die Milch verweigert
  • bei Babys mit verspäteter Zahnung mit Durchfällen und schlechten Milchzähnen

Modalitäten: Verbesserungen und Verschlimmerungen

Das Leiden verbessert sich durch warmes, trockenes Wetter (im Sommer) und im Liegen. Verschlechtert werden die Beschwerden durch feuchtes und kaltes Wetter, bei Wetterumschwung, in der Zugluft und durch körperliche und geistige Anstrengung.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Bei der Wahl des homöopathischen Arzneimittels sollte an das Vergleichsmittel Calcium carbonicum erwogen werden. Beide sind überaus wichtige Gewebemittel und haben viele Einsatzgebiete gemeinsam.

Dosierung und Darreichungsformen von Calcium phosphoricum

3 mal täglich, Kinder die Hälfte oder bei mangelnder Wirkung Dosis erhöhen sind Regeln, die in der Homöopathie nicht gelten. Hier entscheidet nicht die Menge, sondern die Art der Information. Schematische Dosierungsangaben widersprechen dem Prinzip der Individualität in der Homöopathie.
Die homöopathische Arznei wird am schnellsten und sichersten über die Mundschleimhaut aufgenommen, also: Globuli oder Tabletten zergehen lassen, Lösungen eine Weile im Mund behalten, bevor sie geschluckt werden. Auch über die gesunde Haut kann das Mittel wirken. Die äußerliche Behandlung eines erkrankten Körperteils mit Salben und Einreibungen ist in der Regel nicht nötig. Die homöopathische Behandlung zielt auf den gesamten Organismus und nicht auf einzelne Teile.
Information wird am besten verstanden, wenn kein anderer dazwischenredet. Wenn die Arznei einwirken soll, darf die Mundschleimhaut nicht durch andere Einflüsse irritiert sein. Der Mindestabstand zum Essen und Trinken, zu Kaugummi, Zigaretten, Zähneputzen und dergleichen sollte 10 Minuten betragen. Die Arznei wird in akuten Fällen sofort gegeben, ansonsten zu einem ruhigen Zeitpunkt.
Um ein Fernsehprogramm oder im Aufzug das Stockwerk zu wählen, genügt ein Knopfdruck oder, bei manchen Vorrichtungen, das bloße Berühren. Ein fester Druck bringt kein besseres Programm (es sei denn, der Knopf ist schwer gängig, d.h. die Arznei ist von minderer Qualität). Bei guter Arzneiqualität genügt ein Globulus oder ein Tropfen, um die Information in den Organismus zu bringen. Manche geben zwei Globuli, zur Sicherheit, manche drei oder fünf, manche Hersteller empfehlen zehn. Wenn wenige Globuli nicht wirken, ist meist das Mittel falsch oder die Reaktion gestört. Dann sollte man fachlichen Rat einholen.
Homöopathische Arzneien werden nicht nach der Uhr, sondern nach Bedarf gegeben und ebenso auch wiederholt. Solange eine Wirkung anhält, d.h. die Besserung voranschreitet, wird abgewartet. Erst bei Stillstand der Wirkung oder erneutem Auftreten der alten Beschwerden wird die Einnahme wiederholt. Haben sich die Symptome verändert, muss das Arzneimittel neu bestimmt werden.
Bei Wiederholung des Mittels in kurzen Zeitabständen geht man günstiger Weise nach der sogenannten "Wasserglas-Methode" vor : Dazu gibt man ein bis drei Globuli in etwa 100 ml kohlensäurefreies Wasser und nimmt davon jedes Mal, wenn nötig, einen Teelöffel (kein Metall) oder kleinen Schluck voll ein, nachdem man zuvor umgerührt hat. Etwas anders verhält es sich bei den Q- bzw. LM-Potenzen. Von der flüssigen Version (Tropfen), die vorzugsweise eingesetzt wird, werden je nach Empfindlichkeit des Patienten ein bis 10 Tropfen nach mehrmaligem kräftigem Schütteln des Fläschchens eingenommen. In chronischen Fällen einmal täglich, in akuten Fällen auch mehrmals täglich. Nach dem Aufbrauchen wird ein jeweils höherer Potenzgrad genommen.
Für den Hausgebrauch wird die D oder C 6 bzw. 12 empfohlen. Ihre Wirkdauer kann gut überblickt werden; sie beträgt in akuten Fällen nur einige Stunden. Die Gabe kann bei Bedarf wiederholt werden. Bei mangelnder Wirkung ist ein schneller Wechsel der Arznei problemlos möglich. Hochgiftige Substanzen allerdings, z.B. Schwermetalle, sollten nicht unter der D 8 (besser der D 12 bzw. C 6) verwendet werden. Höhere Potenzen wirken intensiver und länger, werden aber bei falscher Mittelwahl zum Problem: Arzneisymptome können länger als erwünscht anhalten und sowohl das Krankheitsbild als auch die Wirkung der zweiten Arznei überlagern. Globuli aus Eigenherstellung, handpotenziert in kleinen Chargen.

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