>

Herzlich Willkommen!

Cantharis vesicatoria

Verfügbarkeit: Auf Lager

Lieferzeit: 2-3 Tage

2,50 €
Inkl. 19% USt., zzgl. Versandkosten

Kurzübersicht

Cantharis vesicatoria Globuli aus Eigenherstellung

Cantharis vesicatoria

Klicken Sie doppelt auf das obere Bild, um es in voller Größe zu sehen

Verkleinern
Vergrößern

Mehr Ansichten

* Pflichtfelder

2,50 €
Inkl. 19% USt., zzgl. Versandkosten

Details

Hintergrundinformationen zu Cantharis vesicatoria

Cantharis vesicatoria (Lytta vesicatoria) ist besser bekannt unter dem Trivialnamen "Spanische Fliege". Dabei handelt es sich nicht um eine Fliege, sondern einen Käfer aus der Familie der Ölkäfer. Die spanische Fliege lebt im Mittelmeerraum, wo sie sich vor allem von den Blättern der Esche und anderer Laubbäume ernährt. So auch von Ölbäumen, die für ihre Familie namensgebend wurden.
Die im erwachsenen Zustand rund zwei Zentimeter langen, schlanken Tiere fallen durch ihre schimmernde, metallisch grüne Farbe auf. Fühlen sich die männlichen Käfer bedroht, sondern sie ihren Mageninhalt und die sog. Hämolymphe (quasi das Blut der Insekten) ab. Beide Sekrete riechen ausgesprochen unangenehm, sind hautreizend und hochgiftig aufgrund des enthaltenden Monoterpens "Cantharidin". Dieses dient der spanischen Fliege als Fraßschutz. Die Weibchen übertragen es u.a. auch an ihre Eier (Nachkommen), sodass auch diese vor Fressfeinden sicher sind.
Bereits 30 Milligramm des Nervengiftes Cantharidin sind für einen erwachsenen Menschen tödlich. Auf der Haut führt es zu Brandblasen und Nekrosen, oral eingenommen kann es einen Kreiskaufkollaps, Leber- und Nierenversagen verursachen. Die alten Griechen verwendeten Cantharidin somit für Hinrichtungen und auch Giftmörder benutzten es bis in die Neuzeit zur Beseitigung unliebsamer Zeitgenossen.

Volksmedizinisch wurde Cantharidin in nicht tödlicher Dosierung bei Erektionsstörungen verwendet: Es steigerte zwar nicht die Libido, reizte jedoch die Harnwege und sorgte dadurch für eine Erektion. Vorsicht war dabei geboten, denn bereits leichte Überdosierung führte zu einer schmerzhaften Dauererektion.
In der heutigen Zeit ist die Spanische Fliege deswegen als risikoreiches Aphrodisiakum vollkommen obsolet. Cantharis findet heute nur noch als homöopathisches Arzneimittel in gesundheitlich unbedenklicher Dosierung Verwendung. Für homöopathische Zubereitungen verarbeitet man den ganzen, getrockneten Käfer. Gemäß dem Simile-Prinzip setzt man Cantharis vor allem bei Erkrankungen der Harnwege, der Haut und der männlichen und weiblichen Geschlechtsorgane ein. Brennende und schneidende Schmerzen stellen dabei das Hauptsymptom dar.

Erscheinungsbild: Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome

Patienten, die von Cantharis profitieren, sind unruhig, launisch, außerordentlich reizbar (auch sexuell) und neigen zu Wutausbrüchen. Die Schmerzen werden als brennend und extrem empfunden. Extreme Stimmungsschwankungen reichen von fröhlicher Geschwätzigkeit bis zu weinerlicher Ängstlichkeit. Der Patient neigt zu Hypochondrie, Depressionen und Konzentrationsstörungen bis hin zur totalen Verwirrtheit. Oftmals ekeln sie sich vor Essen und Trinken, obwohl sie brennenden Durst verspüren.

Anwendungsgebiete in der Übersicht

  • Reizungen von Haut und Schleimhäuten mit Blasenbildung und heftigem Juckreiz
  • Verbrennungen und Verbrühungen mit Blasenbildung
  • Harnwegsinfekte mit brennenden Schmerzen beim Wasserlassen
  • schmerzhafter Harndrang mit unvollständiger Blasenentleerung
  • Nierenbeckenentzündungen nach Rücksprache
  • Prostataentzündung nach Rücksprache
  • schmerzhafte Erektionen nach Rücksprache
  • brennende Bindehautentzündungen des Auges
  • brennende Halsschmerzen und Bläschenbildung im Mund
  • Brennen und Juckreiz im Bereich der Genitalorgane
  • Sonnenbrand
  • Insektenstiche, die heiß brennen
  • Windpocken und Gürtelrose nach Rücksprache
  • Nervosität, Unruhe und Reizbarkeit

Modalitäten: Verbesserungen und Verschlimmerungen

Die Symptome bessern sich durch Wärme, warme Anwendungen und Ruhe. Zu einer Verschlimmerung kommt es durch kaltes Wasser, Hitze, Bewegung und Berührung, nachts, beim Wasserlassen und durch Trinken kalter Getränke.

Hinweise zu Cantharis vesicatoria

Potenzen bis einschließlich D3 sind aufgrund ihres Gehaltes an Cantharidin verschreibungspflichtig.

Dosierung und Darreichungsformen

3 mal täglich, Kinder die Hälfte oder bei mangelnder Wirkung Dosis erhöhen sind Regeln, die in der Homöopathie nicht gelten. Hier entscheidet nicht die Menge, sondern die Art der Information. Schematische Dosierungsangaben widersprechen dem Prinzip der Individualität in der Homöopathie.
Die homöopathische Arznei wird am schnellsten und sichersten über die Mundschleimhaut aufgenommen, also: Globuli oder Tabletten zergehen lassen, Lösungen eine Weile im Mund behalten, bevor sie geschluckt werden. Auch über die gesunde Haut kann das Mittel wirken. Die äußerliche Behandlung eines erkrankten Körperteils mit Salben und Einreibungen ist in der Regel nicht nötig. Die homöopathische Behandlung zielt auf den gesamten Organismus und nicht auf einzelne Teile.
Information wird am besten verstanden, wenn kein anderer dazwischenredet. Wenn die Arznei einwirken soll, darf die Mundschleimhaut nicht durch andere Einflüsse irritiert sein. Der Mindestabstand zum Essen und Trinken, zu Kaugummi, Zigaretten, Zähneputzen und dergleichen sollte 10 Minuten betragen. Die Arznei wird in akuten Fällen sofort gegeben, ansonsten zu einem ruhigen Zeitpunkt.
Um ein Fernsehprogramm oder im Aufzug das Stockwerk zu wählen, genügt ein Knopfdruck oder, bei manchen Vorrichtungen, das bloße Berühren. Ein fester Druck bringt kein besseres Programm (es sei denn, der Knopf ist schwer gängig, d.h. die Arznei ist von minderer Qualität). Bei guter Arzneiqualität genügt ein Globulus oder ein Tropfen, um die Information in den Organismus zu bringen. Manche geben zwei Globuli, zur Sicherheit, manche drei oder fünf, manche Hersteller empfehlen zehn. Wenn wenige Globuli nicht wirken, ist meist das Mittel falsch oder die Reaktion gestört. Dann sollte man fachlichen Rat einholen.
Homöopathische Arzneien werden nicht nach der Uhr, sondern nach Bedarf gegeben und ebenso auch wiederholt. Solange eine Wirkung anhält, d.h. die Besserung voranschreitet, wird abgewartet. Erst bei Stillstand der Wirkung oder erneutem Auftreten der alten Beschwerden wird die Einnahme wiederholt. Haben sich die Symptome verändert, muss das Arzneimittel neu bestimmt werden.
Bei Wiederholung des Mittels in kurzen Zeitabständen geht man günstiger Weise nach der sogenannten "Wasserglas-Methode" vor: Dazu gibt man ein bis drei Globuli in etwa 100 ml kohlensäurefreies Wasser und nimmt davon jedes Mal, wenn nötig, einen Teelöffel (kein Metall) oder kleinen Schluck voll ein, nachdem man zuvor umgerührt hat. Etwas anders verhält es sich bei den Q- bzw. LM-Potenzen. Von der flüssigen Version (Tropfen), die vorzugsweise eingesetzt wird, werden je nach Empfindlichkeit des Patienten ein bis 10 Tropfen nach mehrmaligem kräftigem Schütteln des Fläschchens eingenommen. In chronischen Fällen einmal täglich, in akuten Fällen auch mehrmals täglich. Nach dem Aufbrauchen wird ein jeweils höherer Potenzgrad genommen.
Für den Hausgebrauch wird die D oder C 6 bzw. 12 empfohlen. Ihre Wirkdauer kann gut überblickt werden; sie beträgt in akuten Fällen nur einige Stunden. Die Gabe kann bei Bedarf wiederholt werden. Bei mangelnder Wirkung ist ein schneller Wechsel der Arznei problemlos möglich. Hochgiftige Substanzen allerdings, z.B. Schwermetalle, sollten nicht unter der D 8 (besser der D 12 bzw. C 6) verwendet werden. Höhere Potenzen wirken intensiver und länger, werden aber bei falscher Mittelwahl zum Problem: Arzneisymptome können länger als erwünscht anhalten und sowohl das Krankheitsbild als auch die Wirkung der zweiten Arznei überlagern. Globuli aus Eigenherstellung, handpotenziert in kleinen Chargen.

Zusatzinformation

Lieferzeit 2-3 Tage

Schreiben Sie die erste Kundenmeinung