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Chamomilla

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Chamomilla Globuli aus Eigenherstellung, handpotenziert in kleinen Chargen.

Chamomilla

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Details

Hintergrundinformationen zu Chamomilla

Chamomilla oder Chamomilla recutita ist die homöopathische Bezeichnung für die echte Kamille (Matricaria chamomilla). Der Name kommt aus dem Lateinischen "mater" (Mutter) und "carus" lieb. Schon die alten Ägypter verwendeten Kamille als Heilpflanze und verehrten sie aufgrund der sonnenförmigen Blüte als Blume des Sonnengottes „Ra“. Auch unter den nordischen Völkern war die Kamille heilig und dem Lichtgott "Baldur" gewidmet, da die weißen Blütenblätter an dessen strahlende Augenbrauen erinnern sollten. In der Antike wurde die Kamille dann unter anderem bei Wochenbettkrankheiten verwendet.
Das einjährige Kraut ist in ganz Europa verbreitet und gehört, wie Arnika, Ringelblume und Gänseblümchen, zu den Korbblütlern. Sie wächst an Wegrändern, auf Äckern und Wiesen und wird bis zu einem halben Meter hoch. Von Mai bis September erscheinen die für Korbblütler typischen zusammengesetzten Blüten. Die gelben Röhrenblüten sitzen auf einem hohlen kegelförmigen Blütenstandsboden, der die „echte Kamille“ als Erkennungsmerkmal charakterisiert. Umgeben sind die gelben Röhrenblüten von weißen Zungenblüten. Für homöopathische Zubereitungsformen werden die Blüten geerntet und aufbereitet. Sie sind reich an ätherischen Ölen, welches hauptsächlich alpha-Bisobolol und Matricin enthält.
Volksmedizinisch wird die echte Kamille vor allem als verdauungsförderndes Mittel, zur Beruhigung, Entkrampfung und bei Entzündungen von Haut und Schleimhäuten eingesetzt.
Das homöopathische Anwendungsspektrum ist noch wesentlich größer und umfasst vor allem Beschwerden des Magen-Darm-Traktes, der weiblichen Geschlechtsorgane, des Stütz- und Bewegungsapparats und des zentralen Nervensystems. Viele Leitsymptome betreffen den geistigen und emotionalen Bereich. Chamomilla dämpft Schmerzsignale, sodass das homöopathische Mittel gegen Schmerzen und Neuralgien, wie auch gegen Krämpfe im Magen-Darm-Trakt oder der Gebärmutter, hilft. Chamomilla ist neben Aconitum und Belladonna eines der Hauptmittel für Kinder und wird somit gerne bei Kinderkrankheiten gegeben.

Erscheinungsbild: Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome

Patienten, die von Chamomilla profitieren, sind weinerlich und von Unruhe geprägt. Ein übermäßig ausgeprägtes Schmerzempfinden sorgt dafür, dass sie überaus reizbar, ungeduldig und schlecht gelaunt sind. Sie können auch rasend, ärgerlich und aggressiv sein. Sie wollen sofort Hilfe, schicken dann aber die Person, die ihnen helfen möchte, weg. Sie sind eigensinnig, stur und unhöflich, fühlen sich selbst aber schnell gekränkt. Der Kontakt mit anderen Menschen oder körperliche Berührungen werden als unangenehm empfunden. Die Schmerzen können Taubheitsgefühle und Lähmungserscheinungen hervorrufen. Reißende Gliederschmerzen und Krämpfe sind typisch für Chamomilla. Kinder schlafen unruhig, stöhnen, wimmern und weinen, vor allem, wenn sie ihre Zähne bekommen. Ihre Eltern können sie nur durch Herumgetragen beruhigen, wobei sie sofort wieder anfangen zu quengeln, sobald man stehenbleibt. Sie schlagen um sich, treten, beißen und brüllen munter weiter. In ihrer Launenhaftigkeit wollen sie alles haben, weisen es aber zurück oder werfen es weg, sobald sie es bekommen. Die Kinder schreien laut und schrill, bis sie heiser sind und blau anlaufen. Ihr Schweiß ist klebrig, der Stuhl ist grün, schleimig und riecht nach faulen Eiern. Im Gesicht ist die eine Wange rot und heiß, die andere blass und kalt. Trockener Reizhusten und Wundheit des Kehlkopfes mit Heiserkeit sind außerdem kennzeichnend für Chamomilla.

Anwendungsgebiete von Chamomilla recutita in der Übersicht

  • Zahnungsbeschwerden bei Säuglingen und Zahnschmerzen
  • Nabel- und Blähungskoliken
  • Durchfälle beim Zahnen
  • Windeldermatitis bei Babys
  • Mittelohrentzündungen und stechende Ohrenschmerzen
  • Neuralgien aller Art nach Rücksprache
  • nächtliche Unruhe mit Schlaflosigkeit
  • kolikartige Bauchschmerzen
  • krampfartige Menstruationsbeschwerden
  • prämenstruelles Syndrom
  • Uteruskrämpfe vor und während der Entbindung
  • Bronchitis mit krampfartigem Husten und Reizhusten
  • rheumatische Beschwerden mit reißenden Schmerzen und Taubheitsgefühlen

Modalitäten: Verbesserungen und Verschlimmerungen

Die Symptome bessern sich durch lokale Wärme und durch Herumgetragen oder Geschaukelt werden. Sie verschlechtern sich nachts, bei Ärger, durch Wind, durch Wärme und durch Kaffee.

Chamomilla recutita - Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Das Präparat kann in jeder Altersstufe verabreicht werden, vom Säugling bis zu Senioren. Bis zur Potenz D6 oder C3 ist Chamomilla bei Überempfindlichkeit gegen Kamille und andere Korbblütler kontraindiziert.

Chamomilla: Dosierung und Darreichungsformen

3 mal täglich, Kinder die Hälfte oder bei mangelnder Wirkung Dosis erhöhen sind Regeln, die in der Homöopathie nicht gelten. Hier entscheidet nicht die Menge, sondern die Art der Information. Schematische Dosierungsangaben widersprechen dem Prinzip der Individualität in der Homöopathie. Die homöopathische Arznei wird am schnellsten und sichersten über die Mundschleimhaut aufgenommen, also: Globuli oder Tabletten zergehen lassen, Lösungen eine Weile im Mund behalten, bevor sie geschluckt werden. Auch über die gesunde Haut kann das Mittel wirken. Die äußerliche Behandlung eines erkrankten Körperteils mit Salben und Einreibungen ist in der Regel nicht nötig. Die homöopathische Behandlung zielt auf den gesamten Organismus und nicht auf einzelne Teile. Information wird am besten verstanden, wenn kein anderer dazwischenredet. Wenn die Arznei einwirken soll, darf die Mundschleimhaut nicht durch andere Einflüsse irritiert sein. Der Mindestabstand zum Essen und Trinken, zu Kaugummi, Zigaretten, Zähneputzen und dergleichen sollte 10 Minuten betragen. Die Arznei wird in akuten Fällen sofort gegeben, ansonsten zu einem ruhigen Zeitpunkt. Um ein Fernsehprogramm oder im Aufzug das Stockwerk zu wählen, genügt ein Knopfdruck oder, bei manchen Vorrichtungen, das bloße Berühren. Ein fester Druck bringt kein besseres Programm (es sei denn, der Knopf ist schwer gängig, d.h. die Arznei ist von minderer Qualität). Bei guter Arzneiqualität genügt ein Globulus oder ein Tropfen, um die Information in den Organismus zu bringen. Manche geben zwei Globuli, zur Sicherheit, manche drei oder fünf, manche Hersteller empfehlen zehn. Wenn wenige Globuli nicht wirken, ist meist das Mittel falsch oder die Reaktion gestört. Dann sollte man fachlichen Rat einholen.
Homöopathische Arzneien werden nicht nach der Uhr, sondern nach Bedarf gegeben und ebenso auch wiederholt. Solange eine Wirkung anhält, d.h. die Besserung voranschreitet, wird abgewartet. Erst bei Stillstand der Wirkung oder erneutem Auftreten der alten Beschwerden wird die Einnahme wiederholt. Haben sich die Symptome verändert, muss das Arzneimittel neu bestimmt werden.
Bei Wiederholung des Mittels in kurzen Zeitabständen geht man günstiger Weise nach der sogenannten "Wasserglas-Methode" vor : Dazu gibt man ein bis drei Globuli in etwa 100 ml kohlensäurefreies Wasser und nimmt davon jedes Mal, wenn nötig, einen Teelöffel (kein Metall) oder kleinen Schluck voll ein, nachdem man zuvor umgerührt hat. Etwas anders verhält es sich bei den Q- bzw. LM-Potenzen. Von der flüssigen Version (Tropfen), die vorzugsweise eingesetzt wird, werden je nach Empfindlichkeit des Patienten ein bis 10 Tropfen nach mehrmaligem kräftigem Schütteln des Fläschchens eingenommen. In chronischen Fällen einmal täglich, in akuten Fällen auch mehrmals täglich. Nach dem Aufbrauchen wird ein jeweils höherer Potenzgrad genommen.
Für den Hausgebrauch wird die D oder C 6 bzw. 12 empfohlen. Ihre Wirkdauer kann gut überblickt werden; sie beträgt in akuten Fällen nur einige Stunden. Die Gabe kann bei Bedarf wiederholt werden. Bei mangelnder Wirkung ist ein schneller Wechsel der Arznei problemlos möglich. Hochgiftige Substanzen allerdings, z.B. Schwermetalle, sollten nicht unter der D 8 (besser der D 12 bzw. C 6) verwendet werden. Höhere Potenzen wirken intensiver und länger, werden aber bei falscher Mittelwahl zum Problem: Arzneisymptome können länger als erwünscht anhalten und sowohl das Krankheitsbild als auch die Wirkung der zweiten Arznei überlagern. Globuli aus Eigenherstellung, handpotenziert in kleinen Chargen.

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