
Der Jahreswechsel fühlt sich für viele wie ein symbolischer Neustart an. Gute Vorsätze gehören für viele ganz selbstverständlich dazu. Mehr Bewegung, gesünder essen, weniger Stress – die Liste ist oft lang. Und doch scheitern viele Vorsätze schon nach wenigen Wochen. Woran liegt das? Meist nicht am fehlenden Willen, sondern an der falschen Herangehensweise.
Gewohnheiten statt Vorsätze
Studien zeigen: Unser Alltag wird zu einem großen Teil von Gewohnheiten bestimmt – automatischen Handlungen, die kaum bewusste Energie kosten. Neue Gewohnheiten entstehen allerdings nicht über Nacht. Lange galt die „21-Tage-Regel“, heute weiß man: Je nach Person und Verhalten kann es eher 6 bis 10 Wochen dauern, bis sich eine neue Routine wirklich verankert. Entscheidend ist dabei weniger Perfektion als Regelmäßigkeit.
Die richtige mentale Einstellung
Ein häufiger Denkfehler: „Ab jetzt mache ich alles anders.“ Unser Gehirn mag jedoch keine radikalen Umbrüche. Erfolgreicher ist ein Perspektivwechsel:
Nicht „Ich muss gesünder leben“, sondern „Ich probiere etwas aus, das mir guttut“.
Gewohnheiten dürfen wachsen. Rückschritte sind kein Scheitern, sondern Teil des Lernprozesses. Wer sich erlaubt, unperfekt zu sein, bleibt langfristig eher dran.
Kleine Gewohnheiten mit großer Wirkung
Hier einige alltagstaugliche Ideen, die leicht umzusetzen sind und sich gut kombinieren lassen:
• Trink-Routine: Direkt nach dem Aufstehen ein Glas Wasser trinken – ein einfacher Start in den Tag.
• Bewegungseinheit light: Täglich 5-10 Minuten Dehnen oder ein kurzer Spaziergang. Mehr darf daraus werden, muss aber nicht.
• Bewusste Pausen: Einmal täglich für zwei Minuten tief durchatmen – ohne Handy, ohne Ablenkung.
• Schlafritual: Jeden Abend zur gleichen Zeit das Licht dimmen oder ein Buch aufschlagen – ein Signal für den Körper, herunterzufahren.
• Mentale Mini-Gewohnheit: Abends eine Sache notieren, die gut gelaufen ist. Das stärkt nachweislich die Wahrnehmung positiver Momente.
Dranbleiben – auch wenn es holpert
Gewohnheiten scheitern selten an mangelnder Motivation, sondern an zu hohen Erwartungen. Wer klein beginnt, sich selbst freundlich begegnet und Fortschritte bewusst wahrnimmt, erhöht die Erfolgschancen deutlich. Wichtig ist nicht der perfekte Jahresstart, sondern die Richtung.
Das neue Jahr ist keine Prüfung, die bestanden werden muss – sondern eine Einladung, Schritt für Schritt gesünder mit sich selbst umzugehen.
Ihr Apothekenteam







